ImmobilienAngebotsmieten legen im Oktober 2025 Pause ein
SDA
13.11.2025 - 08:06
Angebotsmieten bleiben im Oktober stabil - keine Trendwende (Symbolbild)
Keystone
Die Angebotsmieten haben im Oktober für einmal stagniert. Eine Trendwende sei aber nicht in Sicht, heisst es.
Keystone-SDA
13.11.2025, 08:06
13.11.2025, 08:09
SDA
Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten, also für die in Immobilieninseraten ausgeschriebenen Wohnungsmieten, ist laut Mitteilung vom Donnerstag gegenüber dem Vormonat unverändert bei 131,6 Punkten geblieben. Gegenüber dem Oktober 2024 liegen sie damit schweizweit um 3,1 Prozent höher.
Der Index wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Dank der umfassenden Datenhistorie kann auch die langjährige Entwicklung verfolgt werden.
So sind die Angebotsmieten in den letzten zehn Jahren (seit Oktober 2015) um 15,6 Prozent gestiegen, im Vergleich zu vor 15 Jahren sind es 27,2 Prozent. Und dies sei lediglich der nationale Durchschnitt, einzelne Kantone oder Städte wiesen eine noch deutlich umfangreichere Teuerung auf, heisst es in der Mitteilung.
Kanton Schwyz an der Spitze
Die jüngste Verlangsamung, inklusive die Stagnation im Oktober, wird derweil primär auf die sich tendenziell abkühlende Wirtschaftslage zurückgeführt. Einerseits beeinflusse das reduzierte Lohnwachstum die Zahlungskraft von Neumieterinnen und Neumietern. Andererseits sei die Nettozuwanderung durch das seit Anfang Jahr gedrosselte Stellenwachstum gebremst worden. Entsprechend lasse sich eine entschleunigte Mietpreis-Zunahme in allen Landesteilen und über sämtliche Besiedelungstypen beobachten.
In Bezug auf die Kantone sind die Angebotsmieten gemäss den Angaben im Oktober in Schwyz (+3,4%) und Graubünden (+2,1%) relativ stark gestiegen. Gesunken sind sie derweil vor allem in Obwalden (-1,8%) sowie im Tessin (-1,5%). Was die Städte betrifft, verzeichnete Luzern (+1,9%) im Vormonatsvergleich das grösste Plus, am schwächsten war die Entwicklung in Lugano (-2,2%).
Nur leicht Entspannung erwartet
Was die weitere Entwicklung angeht, zeigen sich die Immobilienexperten «verhalten optimistisch». In naher Zukunft dürfte das Angebot neu erstellter Wohnungen allenfalls wieder etwas an Fahrt aufnehmen, heisst es. Dies zeige auch die Analyse der ZKB: Mit schweizweit rund 47'000 Neuwohnungen wird für 2026 eine Zunahme von rund 17 Prozent erwartet.
Das werde jedoch noch nicht zur grossen Entspannung des Mietwohnungsmarktes führen, wenngleich die Steigerung der Angebotsmieten deutlich geringer ausfallen dürfte als in den Vorjahren, heisst es. Schweizweit rechnet die ZKB mit einem Wachstum von 2,5 Prozent für das Gesamtjahr 2025 sowie 1,5 Prozent für 2026.
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STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
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