SchädlingeAsiatische Hornisse soll auch im Wald bekämpft werden können
SDA
26.3.2025 - 12:20
Der Bund will die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse auch im Wald wirksamer bekämpfen. (Themenbild)
Keystone
Die sich ausbreitende Asiatische Hornisse soll wirksamer bekämpft werden. Die Kantone sollen laut dem Bundesrat unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmebewilligungen für den Biozid-Einsatz im Wald erteilen können.
Keystone-SDA
26.03.2025, 12:20
SDA
Das zuständige Umweltdepartement (Uvek) hat am Mittwoch eine entsprechende Verordnungsänderung bis am 8. Mai in eine verkürzte Vernehmlassung geschickt, wie einer Mitteilung zu entnehmen war. Um die rasche Ausbreitung der Asiatischen Hornisse in der Schweiz zu verlangsamen, sollen die Nester im Wald ab Herbst 2025 mit Bioziden bekämpft werden können.
Die Asiatische Hornisse ist eine invasive gebietsfremde Art, die einheimische Honig- und Wildbienen frisst. Die im Frühjahr von der Königin gebauten Gründungsnester befinden sich meist in städtischen Gebieten, wo sie mit zugelassenen Bioziden bekämpft werden dürfen, wie das Uvek schrieb.
Die grösseren Sekundärnester, die Tausende von Hornissen enthalten können, sind hauptsächlich in den Baumkronen von Wäldern zu finden. Mit der Lockerung der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung verfolgt der Bund das Ziel, dass sich im kommenden Jahr die Verbreitung der Asiatischen Hornisse verlangsamt.
Klare Bedingungen
Die Bekämpfung mit Bioziden im Wald soll nur dann möglich sein, wenn keine mechanischen oder physikalischen Bekämpfungsmethoden eingesetzt werden können, wie es im erläuternden Bericht zur Vernehmlassung hiess. Nicht in die Vorlage aufgenommen wurde demnach die Möglichkeit für Ausnahmebewilligungen für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zur Bekämpfung von besonders gefährlichen Schadorganismen für Pflanzen sowie für die Forschung.
Auslöser für die Verordnungsanpassung ist eine vom Parlament überwiesene Motion von Ständerat Peter Hegglin (Mitte/ZG). Sie verlangte, dass die nötigen rechtlichen Grundlagen angepasst werden, um invasive gebietsfremde Organismen, namentlich die Asiatische Hornisse und die Kirschessigfliege, schweizweit bekämpfen zu können. Zur Bekämpfung der Kirschessigfliege mit Nützlingen hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) eine Verordnung vorbereitet.
Eine weitere Anwendung von Biozidprodukten im Wald könnte laut dem Uvek bald notwendig werden, um die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen. Diese Krankheit befällt Haus- und Wildschweine und nähert sich der Schweizer Landesgrenze.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik