EnergieAxpo-Chef verdient erneut weit über 1 Million Franken
SDA
11.12.2025 - 11:53
Im Geschäftsbericht wird für den Axpo-Chef Christoph Brand ein Jahresgehalt für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr von 1,65 Millionen Franken ausgewiesen. (Archivbild)
Keystone
Axpo-Chef Christoph Brand hat für das Geschäftsjahr 2024/25 erneut ein Millionensalär eingestrichen. Die Forderungen diverser Kantone haben sich damit letztendlich nur zum Teil durchgesetzt.
Keystone-SDA
11.12.2025, 11:53
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Im Geschäftsbericht wird für den CEO ein Jahresgehalt für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr von 1,65 Millionen Franken ausgewiesen – inklusive Sachleistungen und Beiträge an die Pensionskasse und Sozialversicherungen. Im Vorjahr waren es 1,82 Millionen gewesen.
Nachdem das Chefsalär im Geschäftsjahr 2023/2024 eben auf 1,8 Millionen Franken von 1,1 Millionen im Vorjahr gestiegen war, hatte es Kritik aus dem Aktionariat gehagelt. Verschiedene Kantone forderten einen Lohndeckel bei 1 Millionen Franken. Die Axpo gehört den Nordostschweizer Kantonen und Kantonswerken.
Aktionäre haben «letztes Wort»
Er verstehe, dass Fragen zur Vergütung polarisierten, sagte Verwaltungsratspräsident Thomas Sieber am Donnerstag an der Bilanzmedienkonferenz auf die Frage, ob er den Aufschrei verstehen könne. Allerdings habe man gemeinsam mit den Aktionären ein neues Vergütungsmodel ausgearbeitet.
Im November sei dies an einer ausserordentlichen GV beschlossen worden. «Wir setzen das jetzt um.»
Aus seiner Sicht hätten die Aktionäre damit einen entscheidenden Schritt gemacht, «das letzte Wort über die Vergütung zu sich zu nehmen», sagte Sieber weiter. Mit den Beschlüssen könnten diese nun die maximalen Lohn-Beträge für die Geschäftsleitung selbst bestimmen.
Lohndeckel über aktuellem Lohn
Die Axpo hat das Vergütungsmodell seit dem Geschäftsjahr 2024/25 umgestellt, wie es auch im am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht heisst. Die kurzfristige variable Vergütung werde im neuen Vertragsmodell deutlich reduziert. Neu eingeführt wird derweil «im Sinne der Aktionäre» eine langfristige Vergütungskomponente, die erst in drei Jahren zur Auszahlung komme.
Die Generalversammlung vom Januar 2025 habe zudem die Einführung einer «Say on Pay»-Regelung beschlossen. Das heisst, fortan genehmigt die GV jährlich die maximalen Gesamtbeträge der Vergütung der Konzernleitung. Die Umsetzung erfolge ab dem Geschäftsjahr 2025/26.
Zusätzlich würden seit dem 1. Oktober 2025, also auch mit dem laufenden Geschäftsjahr, die Grundgehälter der Unternehmensleitung reduziert, beim CEO allein um rund 15 Prozent, heisst es.
Im neuen Modell gibt es für den CEO einen Lohndeckel: Die fixe und variable Vergütung ohne Vorsorgebeiträge, Zusatzleistungen und Sozialabgaben darf maximal 1,37 Millionen erreichen. Dieser Teil des Salärs – also ohne die genannten Zusatzleistungen – lag für Brand 2024/25 bei 1,33 Millionen.
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
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