E-Steuerauszug oft teuerBank-Steuerauszug kostet zwischen null und mehreren hundert Franken
SDA
22.1.2026 - 07:02
Bei der Steuererklärung müssen viele Angaben mit Kontoauszügen belegt werden.
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Ein Steuerauszug – besonders als digitaler E-Steuerauszug – erleichtert das Ausfüllen der Steuererklärung deutlich, weil Konten und Wertschriften automatisch übernommen werden. Oft kostet er aber.
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22.01.2026, 07:02
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Ein Steuerauszug der Bank erleichtert das alljährliche Ausfüllen der Steuererklärung stark. Gar noch einfacher geht es mit einem E-Steuerauszug. Für die Bankkundinnen und Bankkunden liegen die Kosten für die Dienstleistung zwischen gratis und mehreren 100 Franken, wie eine Zusammenstellung des Vergleichsdiensts Moneyland.ch zeigt.
Dank dem Steuerauszug entfällt für die Steuerpflichtigen das Zusammensuchen und der Übertrag sämtlicher Konten und Wertschriften in die Steuererklärung, erläutert Moneyland.ch in einem am Donnerstag aktualisierten Online-Artikel. Pro Bank sind nur noch wenige Werte einzufüllen. Der E-Steuerausweis als die digitale Version trägt gar alle Informationen an die richtige Stelle der elektronischen Steuererklärung ein.
Dabei enthält der E-Steuerauszug nicht nur die Informationen zum Kontosaldo und zum Wert des Wertschriftendepots per Ende des Steuerjahres. Er führt auch sämtliche Zinsen- oder Dividendenerträge auf sowie Käufe und Verkäufe von Wertschriften im Jahresverlauf. Des Weiteren enthält er oft die Angaben über Hypothekar- oder Privatschulden sowie über bezahlte Schuldzinsen.
Ein E-Steuerauszug hat ein Punktemuster, in dem ein Computer die Daten des Steuerauszugs auslesen kann. Das vereinfacht das Ausfüllen der Steuererklärung.
SSK
Bedingungen variieren
Akzeptiert werden solche Steuerauszüge mittlerweile von den Steuerämtern in allen Kantonen der Schweiz. Sie werden von immer zahlreicheren – wenn auch noch nicht allen – Banken angeboten. Dabei können die Bedingungen variieren: Bieten einige den Steuerauszug standardmässig kostenlos an, so können bei anderen Instituten unter Umständen Kosten anfallen.
Zu den Instituten mit standardmässig kostenlosen Steuerauszug für alle ihre Kunden gehören laut der Moneyland-Auswertung unter anderen die Kantonalbanken von Aargau, Luzern oder Schwyz aber auch die Bank Valiant.
Mit Beratungsmandat gratis
Bei den meisten Finanzinstituten ist das Angebot aber an den Bezug bestimmter Bankprodukte gebunden. So etwa bei den Raiffeisen-Banken: Hier sind ein Vermögensverwaltungs- oder Beratungsmandat Voraussetzungen für einen kostenlosen Steuerauszug. Ohne Mandat wird ein Steuerauszug dagegen laut Empfehlung der Raiffeisen-Zentrale mit 86.50 Franken berechnet.
Auch bei der ZKB oder bei der Grossbank UBS ist die Lieferung eines Steuerauszugs an den Bezug von bestimmten Beratungs- respektive Vermögensverwaltungsprodukten gebunden. Ohne solche kann das Dokument unter Umständen kostspielig werden: Bei der UBS kann ein Steuerauszug je nach Anzahl Positionen von 100 bis zu 250 Franken kosten, bei der ZKB sind es gar bis zu 300 Franken.
Online-Plattformen
Berappen müssen den Steuerauszug zudem Kundinnen und Kunden von Online-Handelsplattformen: Swissquote etwa verrechnet eine Pauschale von 91.90 Franken. Bei Trade Direct werden die Kosten pro Position (10.85 Franken) berechnet, wobei ein Minimalbetrag (43.25) fällig wird.
Postfinance bietet Kundinnen und Kunden den E-Steuerauszug prinzipiell kostenlos an, mit einer Ausnahme: Wer das Postfinance E-Trading nutzt, muss eine Pauschalgebühr von 97.30 Franken berappen.
Bei der Post-Tochter hält man die Gebühr für gerechtfertigt: Die Datenbeschaffung, Ermittlung der Steuerwerte und Erstellung der E-Steuerauszüge sei «bei einem Produkteumfang von über 2 Millionen möglichen Titeln» mit Aufwand verbunden, heisst es auf Anfrage.
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