TreibstoffBenzinpreise ziehen an – trotz neuer Hoffnung auf Kriegsende
SDA
21.5.2026 - 11:05
Wer zu Pfingsten mit dem Auto verreisen will, muss wieder tiefer in die Tasche greifen. (Archivbild)
Keystone
Tanken ist vor dem verkehrsreichen Pfingstwochenende wieder teurer geworden: Vor allem für Benzin muss tiefer in die Tasche gegriffen werden – trotz einer gewissen Entspannung an den weltweiten Rohöl-Märkten.
Keystone-SDA
21.05.2026, 11:05
SDA
Der Durchschnittspreis für einen Liter Bleifrei 95 liegt aktuell bei 1,93 Franken und für einen Liter Bleifrei 98 bei 2,04 Franken, wie der Touring Club Schweiz (TCS) berechnet hat. Vor einer Woche kostete der Liter beider Benzinsorten noch 4 Rappen weniger. Einzig der Liter Diesel blieb mit 2,14 Franken konstant. Er hatte indes aufgrund einer höheren Nachfrage aus der Industrie zuvor stärker zugelegt.
Ende Februar – also vor Beginn des Konflikts – lagen die Preise laut TCS noch bei 1,67 Franken für Bleifrei 95, bei 1,78 Franken für Bleifrei 98 und 1,79 Franken für Diesel. Damit kostet Benzin mittlerweile rund 15 Prozent mehr, Diesel rund 20 Prozent mehr.
Ölpreise sinken
Der Preis für ein Fass der Ölsorte Brent lag am Donnerstagmorgen bei knapp 106 Dollar, das sind rund 6 Dollar weniger als zu Wochenbeginn. Im Zuge des Konflikts im Nahen Osten und der Blockade der für den Energietransport wichtigen Strasse von Hormus hatte sich der Preis von etwa 70 Dollar zeitweise auf bis zu 126 Dollar verteuert.
Zuletzt liessen die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, wonach sich die Verhandlungen in der «finalen Phase» befänden, auf ein nahendes Kriegsende hoffen. Zusätzlich sorgten Berichte über drei Supertanker, die die Strasse von Hormus passierten, für sinkende Ölpreise.
Bei den Treibstoffpreisen sprechen Ökonomen indes oft vom «Rocket and Feather»-Effekt. Damit ist gemeint, dass die Preise in einer Krise wie eine Rakete steigen, der Preisrückgang aber wie eine fallende Feder erst zeitverzögert beim Endkunden ankommt.
Der TCS publiziert in unregelmässigen Abständen Schätzungen der aktuellen Benzin- und Dieselpreise in der Schweiz. Diese basieren auf Informationen aus verschiedenen Quellen und Stichproben. Die tatsächlichen Preise können je nach Region und Tankstelle variieren.
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Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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