KryptowährungenBitcoin steigt kurz vor Trumps Amtseinführung auf Rekordhoch
cg
20.1.2025 - 08:39
Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump ist der Bitcoin auf ein neues Hoch gestiegen. Die Anleger erhoffen sich eine kryptofreundliche Politik vom neuen US-Präsidenten. (Symbolbild)
Keystone
Der Bitcoin ist am Tag der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident auf ein Rekordhoch gestiegen. Seit der Wahl von Trump ist der Kurs der ältesten und bekanntesten Kryptowährung kontinuierlich in die Höhe geklettert.
Keystone-SDA, cg
20.01.2025, 08:39
20.01.2025, 11:50
SDA
Am Montagmorgen rückte der Bitcoin-Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp bis auf 109'356 US-Dollar und liess damit die alte Bestmarke von Mitte Dezember hinter sich. Trump hatte versprochen, die Regulierungen für Kryptowährungen zu lockern.
Die Börse Stuttgart erwartet unter US-Präsident Donald Trump daher eine hohe Nachfrage nach Kryptowährungen. «Die neue US-Administration ist sehr kryptofreundlich», sagte der Chef der Gruppe Börse Stuttgart, Matthias Voelkel, der Deutschen Presse-Agentur.
Bitcoin seit US-Wahl im Aufwind
Der Bitcoin befindet sich seit knapp zwei Jahren in einem Aufwärtstrend. Jüngster Treiber der Rally war die Wahl von Trump zum neuen US-Präsidenten im November vergangenen Jahres. Seitdem hat der Bitcoin um fast 60 Prozent zugelegt.
Viele Kryptoanleger gegen davon aus, dass die Trump-Regierung die rechtliche Aufsicht der Kryptobranche lockern werden. Zudem wetten sie darauf, dass die neue US-Regierung unter Trump ein Gegengewicht zur staatlichen Gold-Reserve in Bitcoin anlegen wird.
Die USA besitzen über 8100 Tonnen des Edelmetalls im Wert von rund 670 Milliarden US-Dollar und sind damit der grösste bekannte Goldinvestor der Welt.
Trumps persönliche Krypto-Deals
Von dem Kryptoboom profitieren auch etliche digitale Gedenkmünzen, sogenannte «Meme Coins». Das sind kleinere Kryptowährungen wie Dogecoin oder Shiba Inu, die auf Internet-Memes und Phänomenen der Popkultur basieren. Firmen aus dem Umfeld der Familie von Donald Trump sind zuletzt auf diesen Zug aufgesprungen und haben eigene «Meme Coins» herausgegeben.
Der Marktwert der von Trump am Freitag vorgestellten Digitalmünze «$TRUMP» stieg am Wochenende bis auf knapp 15 Milliarden Dollar – am Montag rutschte sie dann jedoch zwischenzeitlich unter die Marke von 11 Milliarden Dollar ab. Am Wochenende legte Trumps Frau Melania mit einem eigenen «Meme Coin» nach. Der Marktwert von «$MELANIA» stieg dank einer starken Nachfrage von Trump-Anhängern am Montag auf gut zwei Milliarden Dollar.
«Krypto ist Spekulationsobjekt»
Verbraucherschützer warnen vor dem Hintergrund der enormen Kursschwankungen davor, sich vom Kryptofieber anstecken zu lassen. Ob sich der Bitcoin, Varianten davon oder andere Kryptowährungen mittelfristig als Alternative zu herkömmlichen Geldsystemen durchsetzen, könne niemand seriös vorhersagen, heisst es bei der Verbraucherzentrale. «Die Entwicklung der letzten Jahre ging immer mehr weg von der Idee eines alternativen Zahlungsmittels und hin zu einem Spekulationsobjekt.»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
05.12.2025
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?