Maschinenindustrie Bosch Schweiz steigert den Umsatz im Jahr 2021 deutlich

mk

9.6.2022 - 10:23

Mehr Umsatz für Bosch Schweiz: Flaggen mit dem Firmenlogo (Archivbild).
Mehr Umsatz für Bosch Schweiz: Flaggen mit dem Firmenlogo (Archivbild).
Keystone

Der Schweizer Ableger des deutschen Bosch-Konzerns ist im vergangenen Jahr stark gewachsen. Das Technologiekonzern und Autozulieferer profitiert dabei vor allem vom Trend hin zur e-Mobilität, sei es auf vier oder zwei Rädern.

9.6.2022 - 10:23

Der Umsatz von Bosch Schweiz stieg im Jahr 2021 um knapp 12 Prozent auf 745 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Nimmt man die Lieferungen an Tochtergesellschaften der Gruppe hinzu, dann ergibt sich ein Gesamtnettoumsatz in Höhe von 1,65 Milliarden (VJ 1,50 Mrd).

Bosch habe in den verschiedenen Geschäftsbereichen gute Leistungen erbracht, sagt Ute Lepple, Repräsentantin des Bosch-Konzerns in der Schweiz, in der Mitteilung. Erfreut zeigt sie sich auch über den Zukauf der Elpro Group mit Sitz in Buchs sowie über die Umfirmierung der Buderus Heiztechnik AG zur Bosch Thermotechnik AG.

Zur Bosch-Gruppe gehören hierzulande auch Scintilla, Bosch Rexroth Schweiz, Sia Abrasives Industries oder BSH Hausgeräte. Insgesamt beschäftigt Bosch in der Schweiz rund 2000 Mitarbeitende. Bis 2024 soll am Hauptsitz im solothurnischen Zuchwil auf einer Fläche von 14'900 m2 und vier Stöcken für 45 Millionen Franken ein neues Verwaltungsgebäude gebaut werden.

Wachstum mit e-Mobilität

Gut zulegen konnte Bosch im vergangenen Jahr im Bereich Mobility Solutions, wie es weiter heisst. Hier verkauft die Gruppe den Autoherstellern Antriebslösungen, Komponenten oder Software zum Bau von Elektroautos. Deutliches Wachstum sei zudem im Automotive Aftermarket sowie bei den Antriebs- und Fahrassistenzsystemen für eBikes erzielt worden.

Auch im Geschäft mit Konsumgüter sei man trotz hoher Vorjahreszahlen weiter gewachsen, so Bosch. Und der Bereich Industrial Technology konnte den Umsatz im zweiten Pandemiejahr und trotz konjunktureller Herausforderungen ebenfalls steigern. Derweil sei im Geschäft Energy and Building Technology und im Bereich Thermotechnik ein solides Wachstum erreicht worden.

Besonders gut entwickelten sich laut Bosch die Verkäufe im Teilmarkt Wärmepumpen. Im derzeit boomenden Markt hat Bosch den Angaben zufolge Marktanteile gewonnen.

Unsichere Aussichten

Für die weitere Zukunft gibt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch. «2022 wird ein weiteres anspruchsvolles Jahr», sagte Lepple in der Mitteilung. «Wir sind aber gut gestartet und werden alles daran setzen, in den wichtigen Branchen stärker als der Markt zu wachsen.»

Die gesamte Bosch-Gruppe steigerte im ersten Quartal 2022 den Umsatz um 5,2 Prozent. Fürs Gesamtjahr wird gar von einer Steigerung von mehr als 6 Prozent gerechnet. Im 2021 hatte Bosch weltweit einen Umsatz von 78,7 Milliarden Euro und einen Gewinn von 2,5 Milliarden erzielt.

Bosch plant angesichts des Klimawandels und des Ukraine-Kriegs in Europa den Aufbau einer Wasserstoff-Produktion, wie die Gruppen Anfang Mai bekanntmachte. In klimaneutrale Technik wie Elektrifizierung und Wasserstoff seien Investitionen von gut drei Milliarden Euro über drei Jahre geplant. Zugleich wird mit steigenden Kosten für Energie, Material und Logistik gerechnet.

mk