HandelBreitling-Chef zeigt sich erfreut über Senkung der US-Zölle
SDA
17.11.2025 - 10:44
"Wir sind ausschliesslich Swiss Made", sagt Georges Kern, Chef der Uhrenmarke Breitling. Dies sei einer der Gründe, weshalb Breitling-Produkte auch in den USA gekauft werden. (Archivbild)
Keystone
Die Reduktion der US-Zölle auf Schweizer Produkte ist insbesondere auch für die hiesige Uhrenindustrie eine gute Nachricht. «Wir sind sehr froh über die Senkung der US-Zölle von 39 Prozent auf 15 Prozent», sagte dazu Georges Kern, Chef der Uhrenmarke Breitling.
Keystone-SDA
17.11.2025, 10:44
SDA
Der neue Deal zeige, dass das «Team Switzerland» mit Unterstützung der Schweizer Wirtschaft Wirkung gezeigt habe, erklärte Kern auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Zugleich zeigte er sich leise enttäuscht darüber, dass die Schweizer Uhrenhersteller nicht ganz von den erhöhten Zöllen ausgenommen wurden und nicht mehr der ursprüngliche Zollsatz von zwei Prozent gilt.
«Unsere Produkte nehmen niemandem in den USA Arbeitsplätze weg», betonte Kern in seiner Stellungnahme. «Wir sind ausschliesslich Swiss Made und dies ist auch einer der Gründe, weshalb unsere Produkte auch in den USA gekauft werden.»
Nach Shutdown kräftiges US-Wachstum erwartet
Derweil läuft der US-Markt laut dem Breitling-Chef «weiterhin sehr stark» mit «robustem» Wachstum. «Dank unserer breiten Präsenz in den USA blicken wir sehr zuversichtlich auf die weitere Entwicklung. Die temporäre Konsumentenzurückhaltung, die wir im Herbst beobachtet haben, hing vor allem mit dem Government Shutdown zusammen, nicht mit den neuen Zöllen.»
Während Wochen blieben in den USA wegen eines Haushaltsstreits im Parlament grosse Teile der Regierungsgeschäfte geschlossen. Das führte unter US-Konsumentinnen und Konsumenten zu Unsicherheit. Da der Shutdown inzwischen beendet ist, erwartet Kern in den USA eine «zügige Erholung». Er geht dabei für Breitling von einer Rückkehr zu zweistelligen Wachstumsraten aus. Unterstützend dürfte die mit der US-amerikanischen Football-Profiliga NFL eingegangene Partnerschaft wirken, sagte er weiter.
Die Schweiz und die USA hatten am Freitag eine Absichtserklärung für die Senkung der Zölle bekanntgegeben. In der Vereinbarung sind unter anderem auch hohe Investitionen von Schweizer Firmen in den USA vorgesehen. Noch ist der Deal aber nicht unterzeichnet. Nach Inkrafttreten würde der gleiche Zollsatz wie bei der EU gelten.
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
05.12.2025
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
In der Schweiz wird es vorderhand keine nationale Erbschaftssteuer zugunsten des Klimas geben. Die Juso-Volksinitiative «für eine Zukunft» ist gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) am Ständemehr gescheitert. Applaus gab es bei den Abstimmungssiegern aber auch bei den Verlierern, der Juso. «Wir haben es geschafft, über ein Jahr über unsere grössten Krisen zu sprechen», so die Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann.
30.11.2025
Ifo-Index sinkt – «Deutsche Wirtschaft zweifelt an baldiger Erholung»
STORY: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich überraschend wieder verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im November um 0,3 auf 88,1 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Ökonomen hatten hingegen mit einem Mini-Anstieg auf 88,5 Zähler gerechnet. «Die Unternehmen haben doch länger erwartet, dass im kommenden Jahr durch das viele Geld, das die Politik sich leiht und unter die Leute bringt, dass da ein Aufschwung kommt, und man hat ausserdem erwartet, dass die neue Bundesregierung Reformen verabschiedet im Herbst über die Schulden hinaus. Und jetzt gibt es doch eine gewisse Skepsis, ob das was wird. Erstmal sieht man, dass nach den Plänen, die wir derzeit haben, das zusätzlich aufgenommene Geld teilweise gar nicht in zusätzliche Investitionen fliesst, sondern Haushaltslöcher stopft. Das ist nicht gut. Und die Reformen bleiben aus oder weisen sogar in die falsche Richtung, wenn wir etwa an die Rentenreform denken, die treibt ja die Kosten für künftige Bundeshaushalte in die Höhe. Das heisst, höhere Steuern, möglicherweise auch höhere Beitragssätze in der Rentenversicherung, und da sagt die Wirtschaft, das hilft uns nicht.» Mit Blick auf den Streit um die Rentenreform forderte Fuest die Beteiligten auf, noch mal nachzudenken. «Die Renten müssen dauerhaft langsamer steigen als die Löhne. Das gilt auch für die Pensionen, da haben wir ähnliche Probleme, und entsprechend sollte sich die Politik verhalten, aber derzeit weitet die Politik eher die Rentenleistung aus und sie steuert damit in die falsche Richtung. Deshalb haben wir eben gefordert, das gesamte Paket nochmal zurückzuziehen. Es soll ja eine Rentenkommission geben, die sollte man mal anhören und dann solide entscheiden.» Nach einem Schrumpfen im Frühjahr und einer Stagnation im Sommer dürfte die deutsche Wirtschaft im laufenden Schlussquartal 2025 nach Einschätzung der Bundesbank wieder leicht wachsen. Ein spürbares Anziehen der Konjunktur erwarten Fachleute aber erst für das kommende Jahr.
24.11.2025
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
Ifo-Index sinkt – «Deutsche Wirtschaft zweifelt an baldiger Erholung»