MaschinenindustrieBühler 2024 profitabler aber mit weniger neuen Aufträgen
to
17.2.2025 - 07:12
Bühler hält 2024 Umsatz bei höherer Profitabilität stabil (Archivbild)
Keystone
Das Ostschweizer Technologieunternehmen Bühler hat 2024 in zunehmend unsicherem Umfeld den Umsatz stabil gehalten und die Profitabilität verbessert. Dagegen gingen merklich weniger Aufträge ein.
Keystone-SDA, to
17.02.2025, 07:12
SDA
Der Umsatz sank im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um 0,8 Prozent auf 3,0 Milliarden Franken, wie das Familienunternehmen in fünfter Generation am Montag mitteilte. Wechselkurse beeinflussten das Ergebnis deutlich. In Lokalwährungen resultierte ein Wachstum von 2,5 Prozent.
Dank verbesserter Produktivität steigerte die Gruppe ihre Profitabilität. Der operative Gewinn (EBIT) stieg erneut, und zwar auf 227 Millionen Franken. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 7,6 von 7,2 Prozent. Der Reingewinn lag bei 189 Millionen Franken.
Starkes Müllerei-Geschäft
Beim Auftragseingang dagegen war Bühler mit einem Rückgang um 9,9 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken konfrontiert. Das Unternehmen sprach in der Mitteilung von einem «zunehmend unsicheren globalen Wirtschaftsumfeld». Für 2025 erwartete die Firmenführung mit einem Auftragsbestand von 1,9 Milliarden Franken als Ausgangspunkt eine stabile Auftragsentwicklung.
Bei den Sparten legte der grösste Bereich Grains & Food um 2,0 Prozent auf 2,2 Milliarden Franken zu. Der Bereich ist auf Prozesstechnologien für die Nahrungs- und Futtermittelindustrie spezialisiert. Zum Wachstum beigetragen hat hier vor allem das Müllerei-Geschäft, das einen Rekord verbuchte.
Hingegen sank der Umsatz von Advanced Materials, in dem unter anderem das Druckgussgeschäft angesiedelt ist, um 8,5 Prozent auf 712 Millionen Franken. Als Gründe nannte Bühler eine Normalisierung nach dem Post-Pandemie-Aufschwung und Unsicherheiten auf den globalen Automobilmärkten.
Ausbau des Service-Geschäfts
Mit einem Ausbau des Geschäftsbereichs Customer Service um 9,4 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken wird der Anlagenbauer immer mehr auch zu einem Service-Unternehmen. Der Bereich machte zuletzt bereits 35,4 Prozent des Konzernumsatzes aus.
Das 1860 gegründete Unternehmen mit gut 12'300 Beschäftigten ist in 140 Ländern tätig und baut Maschinen für die Nahrungsmittel sowie Fahrzeug- und Gebäudeindustrie. Die Hälfte der Neufahrzeuge weltweit enthält laut Firmenangaben Druckgiessbauteile aus seiner Technik. Täglich konsumieren zwei Milliarden Menschen Lebensmittel aus Herstellung mit Bühler-Prozesstechnologie.
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