WelthandelChinas Exporte bleiben hinter Erwartungen zurück
SDA
7.3.2025 - 06:14
In den ersten beiden Monaten des Jahres sind Chinas Ausfuhren nur leicht gestiegen. (Archivbild)
Keystone
Vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden Handelskriegs mit den USA ist der chinesische Aussenhandel verhalten ins neue Jahr gestartet. Dies geht aus Daten des chinesischen Zolls hervor.
Keystone-SDA
07.03.2025, 06:14
SDA
Demnach legten die Exporte der zweitgrössten Volkswirtschaft im Januar und Februar verglichen mit den ersten beiden Monaten des Vorjahres um 2,3 Prozent auf rund etwa 500 Milliarden Euro zu. Die Einfuhren gingen um 8,4 Prozent auf 369 Milliarden US-Dollar zurück. Beide Werte blieben hinter den Erwartungen von Analysten zurück.
Der Export von Waren in die USA ist nach wie vor eine sehr wichtige Stütze für die chinesische Wirtschaft. Doch nach seinem Amtsantritt ordnete US-Präsident Donald Trump neue Sonderzölle in Höhe von 20 Prozent auf chinesische Einfuhren an. In China wird befürchtet, dass diese Zölle weiter steigen könnten. Möglich wäre, dass die Regierung in Peking sich – ähnlich wie im Handelsstreit in Trumps erster Amtszeit – dann mit weiteren Gegenzöllen revanchiert und die beiden grössten Volkswirtschaften in einen offenen Handelskrieg schlittern.
Mehr Binnenkonsum soll Handel stützen
Trotz der drohenden Verwerfungen setzte sich die chinesische Führung am Mittwoch beim diesjährigen Volkskongress ein Wachstumsziel von rund fünf Prozent. Auch mit neuen Schulden soll die heimische Wirtschaft angekurbelt und vor allem der Binnenkonsum in Schwung gebracht werden. So hofft Peking, schlechteren Geschäften im Aussenhandel entgegenzuwirken.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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