KonsumgüterChinesischer Anta-Konzern will gross bei Puma einsteigen
SDA
27.1.2026 - 05:09
Der chinesische Konzern Anta Sports will mit einem mächtigen Aktienkauf grösster Anteilseigner bei Puma werden. (Archivbild)
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Der chinesische Konzern Anta Sports will gross beim deutschen Sportartikelhersteller Puma einsteigen. Behörden und Aktionäre müssen allerdings noch zustimmen.
Keystone-SDA
27.01.2026, 05:09
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Wie die Muttergesellschaft von Marken wie Jack Wolfskin an der Hongkonger Börse mitteilte, wird die Anta Sports Products Limited einen Anteil von 29,06 Prozent an der Puma SE erwerben. Die Chinesen hätten dafür eine Vereinbarung mit der Groupe Artémis geschlossen, die der Familie Pinault gehört.
Seit Monaten kursierten schon Gerüchte um den Einstieg der Chinesen, nachdem die französische Milliardärsfamilie Berichten zufolge einen Verkauf ihres Anteils an Puma in Erwägung gezogen hatte. Die Pinaults hielten ihre 29 Prozent an Puma über ihre Finanzholding Artémis.
Puma will zurück in die Erfolgsspur
Durch den Einstieg wird Anta grösster Anteilseigner bei der deutschen Traditionsmarke und strebt laut eigenen Angaben nach Abschluss des Geschäfts eine «angemessene Vertretung» im Aufsichtsrat an. Anta erwarte, mit der Beteiligung seine Präsenz und Markenbekanntheit im globalen Sportartikelmarkt auszubauen, teilte das Unternehmen mit.
Puma, mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach, hatte zuletzt Verluste gemacht und Boden gegenüber Konkurrenten wie Adidas und Nike verloren. Unter dem neuen Konzernchef Arthur Hoeld kündigte Puma den Abbau von 900 Stellen bis Ende dieses Jahres und die Straffung des Produktportfolios an.
Anta wiederum setzt seine Expansion fort. Im vergangenen April hatte der Konzern den deutschen Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin übernommen, nachdem dessen vorheriger Eigentümer Topgolf Callaway aus Kalifornien die Marke weiterverkauft hatte.
Was die Puma-Anteile kosten
Konkret sieht der Deal zwischen Anta und Artémis vor, dass die Chinesen für ihre 29 Prozent 1,5 Milliarden Euro auf den Tisch legen. Denn Anta will laut Börsenmitteilung rund 43 Millionen Aktien zu je 35 Euro erwerben. Die Transaktion soll demnach bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.
«Damit werden wir die Globalisierung von Anta Sports weiter beschleunigen und das nächste Wachstumskapitel in den globalen Sportmärkten – einschliesslich China – schreiben», sagte Anta-Geschäftsführer Ding Shizhong laut Mitteilung.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
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