KonjunkturDeflationssorgen in China: Preise deutlich gesunken
SDA
9.3.2025 - 05:04
Chinas Verbraucherpreise sanken im Februar deutlich. (Archivbild)
Keystone
Erstmals seit 13 Monaten sind die Verbraucherpreise in China wieder deutlich und stärker als erwartet zurückgegangen. Wie das Statistikamt in Peking mitteilte, sank der Verbraucherpreisindex im Februar um 0,7 Prozent gegenüber demselben Vorjahresmonat.
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09.03.2025, 05:04
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Analysten hatten einen Rückgang von 0,4 Prozent erwartet. Die Nachricht kommt während des parallel tagenden Volkskongresses – des nicht frei gewählten Parlaments Chinas. Die Regierung erklärte dort, 2025 eine Inflation von rund zwei Prozent erreichen zu wollen, und rückte damit vom sonst gesetzten Drei-Prozent-Ziel ab. Beobachter werteten die Entscheidung als Schritt hin zu einem realistischeren Ziel unter der weiter drückenden Deflation.
Statistiker sehen Frühlingsfest als Faktor
Grund für die gesunkenen Verbraucherpreise könnte die höhere Vergleichsbasis ein Jahr zuvor sein. Die Statistiker erklärten die Entwicklung mit dem Frühlingsfest, das anders als 2024 in diesem Jahr auf Ende Januar fiel und damit weniger Tage im Februar lagen. Während des Festes verreisen Millionen von Menschen und konsumieren viel, was eine Verteuerung erzeugen kann.
Während Deutschlands Statistiker zuletzt monatlich eine Inflation von mehr als zwei Prozent verzeichneten, drückt in China eine Deflation auf die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt. Deflation ist das Gegenteil von Inflation. Zwar führt diese dazu, dass Käufer mehr für ihr Geld bekommen. Ökonomen halten eine solche Entwicklung aber langfristig für schädlich, da Firmen dadurch weniger verdienen, was Löhne und Arbeitsplätze bedrohen kann.
China will Konsum wieder anregen
Chinas Wirtschaft kämpft zudem mit einer schwachen Nachfrage im Inland und einem geringen Verbrauchervertrauen. Peking will die Menschen dazu bringen, wieder mehr einzukaufen, und kündigte auf dem Volkskongress etwa Milliarden-Zuschüsse für ein Eintauschprogramm alter gegen neue Geräte oder Fahrzeuge an.
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und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
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