Glücksspiele«Der Dicke» kommt – Rekord-Geldsegen in Spanien
SDA
22.12.2025 - 03:57
Zwei Tage vor Heiligabend halten Millionen Spanier traditionell den Atem an. Die Weihnachtslotterie beschert unzählige Preise und Glücksmomente.
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Ganz Spanien blickt hoffnungsvoll auf das Madrider Opernhaus: Im Teatro Real findet zwei Tage vor Heiligabend die Ziehung der spanischen Weihnachtslotterie statt – und die schüttet dieses Jahr Gewinne in Rekordhöhe aus.
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22.12.2025, 03:57
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Insgesamt werden mehr als 2,77 Milliarden Euro verteilt – rund 70 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Zeremonie beginnt am Montag um 9.00 Uhr. Die vor mehr als 200 Jahren gegründete Lotterie gilt als die älteste der Welt und wird wegen der Gesamtsumme auch als grösste Tombola bezeichnet.
Nur eine Minderheit entzieht sich der Masseneuphorie – Millionen machen mit. Alle hoffen auf «El Gordo», den «Dicken» – denn so wird Hauptgewinn genannt. Er beträgt vier Millionen Euro für ein ganzes Los. Dieses Jahr wird er 198 Mal ausgezahlt – fünfmal mehr als 2024. Hintergrund ist das besondere System dieser Lotterie: Jede der 100'000 Losnummern wird aufgrund der zunehmenden Nachfrage jedes Jahr immer häufiger aufgelegt und verkauft.
Man kann ein ganzes Los für 200 Euro erwerben, oder sich mit einem oder zwei Zehntellosen für jeweils 20 Euro begnügen. Viele Freunde, Familien, Arbeits- oder Vereinskollegen und auch die Bewohner ganzer Dörfer tun sich oft zusammen, um teilzunehmen und gemeinsam zu fiebern. Statistisch gesehen gab jeder Spanier in diesem Jahr 76,08 Euro aus, 2,20 Euro mehr als im Vorjahr.
Ein Millionenpublikum fiebert vor den TV-Schirmen
Insgesamt fliessen 70 Prozent der Verkaufseinnahmen an die Gewinnerinnen und Gewinner. Diese Einnahmen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und liegen inzwischen bei knapp vier Milliarden Euro.
Die Gewinnzahlen werden von Schülerinnen und Schülern des traditionsreichen Internats San Ildefonso singend vorgetragen. Es gibt zwei Lostrommeln. In der ersten, grösseren befinden sich 100'000 Holzkugeln mit den Losnummern, in der zweiten gut 1800 Holzkugeln mit den Gewinnsummen. Bei der Ziehung fallen immer gleichzeitig zwei Kugeln aus den beiden Trommeln in eine Glasschale.
Da neben dem Hauptgewinn zahlreiche kleinere Preise ausgelost werden, dauert die Zeremonie in der Regel vier bis fünf Stunden. So lange sitzt auch ein Millionenpublikum vor Ort sowie live vor den TV-Schirmen zu Hause, in Cafés und blickt gebannt auf die Bühne. Auch in zahlreichen Büros ruht dann die Arbeit. Es ist ein Ritual, das für die Spanier fest zur Zeit vor Weihnachten gehört.
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
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