TourismusDertour Suisse streicht nach Hotelplan-Kauf rund 250 Stellen
SDA
2.12.2025 - 12:20
Der Reisekonzern Dertour Schweiz greift nach der Übernahme von Hotelplan zum Sparhammer. Bis Ende 2027 sollen rund 250 Stellen abgebaut werden. Auch sollen 15 Filialen geschlossen werden.
Keystone
Der Reisekonzern Dertour Suisse setzt nach der Übernahme von Hotelplan zu Einschnitten an. Bis Ende 2027 würden voraussichtlich rund 250 Stellen abgebaut, teilte der Kuoni-Besitzer am Dienstag mit. Auch 15 Filialen werden geschlossen.
Keystone-SDA
02.12.2025, 12:20
02.12.2025, 13:01
SDA
Drei Monate nach der Übernahme der Hotelplan-Gruppe (mit Ausnahme des Ferienhausvermieters Interhome) schreite die Integration zügig voran. Dafür habe Dertour Suisse eine neue Struktur für die gemeinsame Organisation entwickelt, die am Dienstagmorgen den Angestellten vorgestellt wurde.
Der Stellenabbau betrifft vor allem die IT und den Einkauf, wie ein Dertour-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP sagte. Dabei wird auch das Vertriebsnetz verkleinert. Bis Ende 2026 würden voraussichtlich 15 Filialen aus wirtschaftlichen Gründen zusammengelegt.
Welche Reisebüros betroffen seien, werde später bekannt gegeben, sagte der Dertour-Sprecher: «Unter welcher Marke die Filialen künftig auftreten, wird für jeden Standort individuell geprüft.»
Der Reisekonzern werde künftig voraussichtlich 120 Filialen in der Schweiz weiterbetreiben. Damit habe man das landesweit grösste Netz an Reisebüros, hiess es. Das Personal der Filialen werden man auch bei der Zusammenlegung grossteils übernehmen können, sagte der Dertour-Sprecher: «Dort wird vor allem die Führungsstruktur verschlankt.»
IT gebündelt
Zudem wird die IT zusammengelegt. Grundlage dafür sei die technologische Plattform des deutschen Mutterkonzerns Dertour Group für Reservierung, Buchung, Einkauf und Produktion. Neu sollen neben den Dertour-Marken Kuoni und Helvetic Tours künftig auch die Marken Hotelplan und Migros Ferien vom gemeinsamen System profitieren. Der Einkauf von Dertour Suisse wird in Deutschland gemacht.
Dertour Suisse streicht nach Hotelplan-Kauf rund 250 Stellen Zu einer Restrukturierung kommt es auch bei den Spezialreisen: Hier verschwindet die Hotelplan-Marke Travelhouse, wie der Sprecher sagte. Das Reiseangebot von Travelhouse werde von den neun Kuoni-Spezialistenmarken übernommen.
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
05.12.2025
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
In der Schweiz wird es vorderhand keine nationale Erbschaftssteuer zugunsten des Klimas geben. Die Juso-Volksinitiative «für eine Zukunft» ist gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) am Ständemehr gescheitert. Applaus gab es bei den Abstimmungssiegern aber auch bei den Verlierern, der Juso. «Wir haben es geschafft, über ein Jahr über unsere grössten Krisen zu sprechen», so die Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann.
30.11.2025
Ifo-Index sinkt – «Deutsche Wirtschaft zweifelt an baldiger Erholung»
STORY: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich überraschend wieder verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im November um 0,3 auf 88,1 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Ökonomen hatten hingegen mit einem Mini-Anstieg auf 88,5 Zähler gerechnet. «Die Unternehmen haben doch länger erwartet, dass im kommenden Jahr durch das viele Geld, das die Politik sich leiht und unter die Leute bringt, dass da ein Aufschwung kommt, und man hat ausserdem erwartet, dass die neue Bundesregierung Reformen verabschiedet im Herbst über die Schulden hinaus. Und jetzt gibt es doch eine gewisse Skepsis, ob das was wird. Erstmal sieht man, dass nach den Plänen, die wir derzeit haben, das zusätzlich aufgenommene Geld teilweise gar nicht in zusätzliche Investitionen fliesst, sondern Haushaltslöcher stopft. Das ist nicht gut. Und die Reformen bleiben aus oder weisen sogar in die falsche Richtung, wenn wir etwa an die Rentenreform denken, die treibt ja die Kosten für künftige Bundeshaushalte in die Höhe. Das heisst, höhere Steuern, möglicherweise auch höhere Beitragssätze in der Rentenversicherung, und da sagt die Wirtschaft, das hilft uns nicht.» Mit Blick auf den Streit um die Rentenreform forderte Fuest die Beteiligten auf, noch mal nachzudenken. «Die Renten müssen dauerhaft langsamer steigen als die Löhne. Das gilt auch für die Pensionen, da haben wir ähnliche Probleme, und entsprechend sollte sich die Politik verhalten, aber derzeit weitet die Politik eher die Rentenleistung aus und sie steuert damit in die falsche Richtung. Deshalb haben wir eben gefordert, das gesamte Paket nochmal zurückzuziehen. Es soll ja eine Rentenkommission geben, die sollte man mal anhören und dann solide entscheiden.» Nach einem Schrumpfen im Frühjahr und einer Stagnation im Sommer dürfte die deutsche Wirtschaft im laufenden Schlussquartal 2025 nach Einschätzung der Bundesbank wieder leicht wachsen. Ein spürbares Anziehen der Konjunktur erwarten Fachleute aber erst für das kommende Jahr.
24.11.2025
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
Ifo-Index sinkt – «Deutsche Wirtschaft zweifelt an baldiger Erholung»