Die deutsche Industrie muss den zweiten Monat in Folge einen Rückgang bei den Auftragseingängen vermelden. (Archivbild)
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Die deutschen Industriebetriebe haben einen weiteren Rückschlag beim Auftragseingang verzeichnet. Im November gingen die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe im Monatsvergleich um 5,4 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte.
Keystone-SDA, tp
08.01.2025, 09:32
SDA
Analysten hatten zwar einen Rückgang erwartet, waren im Schnitt aber nur von einem leichten Dämpfer um 0,2 Prozent ausgegangen. Allerdings verzerrten Grossaufträge das Bild. So wären die Bestellungen ohne Berücksichtigung von Grossaufträgen im Monatsvergleich um 0,2 Prozent höher ausgefallen.
In Summe ist es aber der zweite Rückgang beim Auftragseingang in Folge. Im Oktober waren die Bestellungen in den Industriebetrieben um 1,5 Prozent gesunken.
Im Jahresvergleich fiel die Entwicklung im November ebenfalls deutlich schlechter aus als erwartet. In dieser Betrachtung meldete das Bundesamt einen Rückgang um 1,7 Prozent, während Analysten mit einem Plus von 3,0 Prozent gerechnet hatten.
Trotz der jüngsten Rückschläge zeigt sich im längerfristigen Vergleich von drei Monaten weiterhin eine insgesamt positive Entwicklung. In der Zeit zwischen September und November lag der Auftragseingang um 1,7 Prozent und ohne Grossaufträge um 0,5 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor, wie das Bundesamt weiter mitteilte.
«Nicht nur eine schwache Binnenkonjunktur, sondern auch eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit drückt die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe», sagte DIHK-Konjunkturexperte Jupp Zenzen laut Mitteilung. Besonders Kunden ausserhalb der EU hielten sich zurück. «Das sind keine guten Startvoraussetzungen für das neue Jahr.»
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