VolkswirtschaftDeutsche ZEW-Konjunkturerwartungen verbessern sich leicht
cf
17.12.2024 - 13:47
Die Deutsche Wirtschaft leidet unter Absatzproblemen, insbesondere auch die Autoindustrie. Eine Umfrage unter Finanzexperten gibt allerdings Hoffnung.(Archivbild)
Keystone
Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Dezember etwas aufgehellt. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW stieg gegenüber dem Vormonat um 8,3 Punkte auf 15,7 Punkte.
Keystone-SDA, cf
17.12.2024, 13:47
SDA
Es ist der höchste Stand seit August, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem leichten Rückgang auf 6,9 Punkte gerechnet.
«Die vorgezogenen Neuwahlen in Deutschland mit der damit einhergehenden Erwartung auf eine investitionsfreundliche Wirtschaftspolitik sowie die Aussicht auf weitere Zinssenkungen sorgen für einen verbesserten wirtschaftlichen Ausblick», sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. «Zu dieser Einschätzung passt die Tatsache, dass die Befragten mehrheitlich eine stabile oder sinkende Inflationsrate im Euroraum erwarten.»
Die bereits sehr niedrige Bewertung der Konjunkturlage verschlechterte sich im November weiter. Der entsprechende Wert fiel um 1,7 Punkte auf minus 93,1 Punkte. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf minus 92,6 Punkte gerechnet.
ZEW-Erwartungen senden «ein Fünkchen Hoffnung»
«Während der Ifo-Geschäftsklimaindex die Hoffnungen auf eine baldige konjunkturelle Trendwende im kommenden Jahr begrub, senden die ZEW-Konjunkturerwartungen noch ein Fünkchen Hoffnung», kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. «Die Hoffnungen beruhen nun auf der im kommenden Jahr noch zu wählenden neuen Bundesregierung.» Das Ifo-Geschäftsklima war im Dezember auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020 gefallen.
Die Entwicklung beim ZEW-Index für die Eurozone war ähnlich wie in Deutschland. Der Erwartungsindikator stieg um 4,5 Punkte auf 17,0 Punkte. Der Lageindikator fiel hingegen um 11,2 Punkte auf minus 55,0 Punkte.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik