KonjunkturDeutschem Wohnungsbau droht laut Branchenverband ein «Debakel»
SDA
28.12.2024 - 03:56
Der Wohnungsneubau in Deutschland könnte nach Angaben der Bauindustrie im kommenden Jahr weiter zurückgehen. (Archivbild)
Keystone
Der Wohnungsneubau in Deutschland könnte nach Angaben der Bauindustrie im kommenden Jahr weiter zurückgehen. «Beim Wohnungsbau droht im nächsten Jahr ein Debakel», sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDB, Tim-Oliver Müller, der «Bild»-Zeitung.
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28.12.2024, 03:56
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Seit zwei Jahren würden kaum neue Bauanträge gestellt: «Wir können froh sein, wenn 200'000 Wohnungen fertiggestellt werden. Es gibt sogar einige Stimmen, die sagen, dass es möglicherweise nur 150'000 werden», betonte Müller.
Von der nächsten Bundesregierung forderte der Verbandschef einen «echten Kurswechsel» in der Wohnungspolitik «und «ein klares Bekenntnis für das Bauen in Deutschland». In diesem Zusammenhang regte Müller auch eine Zusammenlegung der Bundesministerien Bau und Klimaschutz an: «Nur wenn beides zusammengelegt und -gedacht wird, entstehen gute und vor allem bezahlbare Lösungen».
Konkret bedeute das eine «verlässliche Förderkulisse, die für alle verständlich ist, das Bekenntnis zum einfachen Bauen mit einem Kahlschlag überbordender Anforderungen an Gebäude und Bürokratie», sagte Müller.
Gestiegene Baukosten und hohe Zinsen
Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Unsicherheiten und hoher Kosten sind die Baugenehmigungen in Deutschland im bisherigen Jahresverlauf deutlich zurückgegangen. Laut dem Statistische Bundesamt in Wiesbaden wurden von Januar bis Oktober 2024 etwa 175'800 Wohnungen genehmigt und damit fast ein Fünftel (19,5 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland geht seit rund zwei Jahren Monat für Monat zurück – meistens im zweistelligen Prozentbereich. Grund sind gestiegene Baukosten und die zugleich hohen Zinsen.
Die Ampel-Regierung war ursprünglich mit dem Ziel angetreten, 400'000 neue Wohnungen pro Jahr zu bauen. Sie hatte das aber nie erreicht und dürfte es auch in diesem Jahr deutlich verfehlen.
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Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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