Gute Nachricht für EinkaufstouristenDeutschland verzichtet wohl auf Erhöhung der Bagatellgrenze
Oliver Kohlmaier
15.1.2026
Einkauftouristen in der Altstadt von Konstanz: Die Einführung einer höheren Bagatellgrenze ist offenbar vom Tisch.
sda (Archivbild)
Im deutschen Grenzgebiet sind Einkaufstouristen aus der Schweiz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Entsprechend gross war die Angst vor der Erhöhung der Bagatellgrenze. Doch die ist nun wohl vom Tisch.
Redaktion blue News
15.01.2026, 20:50
15.01.2026, 21:01
Oliver Kohlmaier
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Deutschland verzichtet laut einem Medienbericht wohl auf die Einführung einer höheren Bagatellgrenze für Schweizer Einkaufstouristen.
Die geltende Grenze in Höhe von 50 Euro soll beibehalten werden.
Die Steuerrückerstattung soll rasch digitalisiert und somit der Zoll entlastet werden.
Seit 2020 gilt für Einkaufstouristen in Deutschland eine Bagatellgrenze von 50 Euro. Bei Einkäufen unter diesem Betrag wird die Mehrwertsteuer nicht erstattet. Seitdem wird ennet der Grenze um eine Neuregelung gestritten. Mehrmals forderte etwa der deutsche Bundesrechnungshof eine Erhöhung. Gegen entsprechende Pläne gab es im Grenzgebiet zur Schweiz massiven Widerstand von Detailhandel, Lokalpolitik und Wirtschaftsverbänden.
Nun verzichtet Deutschland wohl auf die Einführung einer höheren Bagatellgrenze. «Eine Mehrwertsteuer-Rückerstattung für Schweizer Einkaufskunden erst ab 175 Euro ist vom Tisch», sagte der Konstanzer CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Jung dem «Südkurier». Demnach soll die Abwicklung der Erstattung stattdessen rasch digitalisiert werden.
Wie es in dem Bericht heisst, distanzierten sich zuletzt auch Abgeordnete der Regierungsparteien SPD und CDU im Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages. Auch das Finanzministerium habe signalisiert, dass es die 50-Euro-Grenze beibehalten wolle. Auch eine Abschaffung werde erwogen.
Künftig soll eine App die Erstattung vereinfachen und somit den Zoll entlasten.