Auktion in Zürich Rekordpreise für seltene Goldvreneli 

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18.11.2025 - 23:08

Das Goldvreneli ist die bekannteste Goldmünze der Schweiz. Die 20-Franken-Münze wurde von 1897 bis 1949 geprägt. 
Das Goldvreneli ist die bekannteste Goldmünze der Schweiz. Die 20-Franken-Münze wurde von 1897 bis 1949 geprägt. 
Archivbild: KEYSTONE

In Zürich wurden bei einer Auktion seltene Goldvreneli zu Preisen weit über den Schätzungen verkauft.

Redaktion blue News

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  • In Zürich sind seltene Goldvreneli versteigert worden.
  • Der Schätzpreis wurde bei der Auktion oftmals übertroffen: Das waren die begehrtesten Stücke.
  • Mitunter ist die Zahl der bekannten Münzen an einer Hand abzuzählen.

Bei einer Auktion in Zürich wurden seltene Goldvreneli-Münzen zu beeindruckenden Preisen versteigert. Diese Münzen, die normalerweise für einige Hundert Franken erhältlich sind, erzielten diesmal Beträge im fünf- bis sechsstelligen Bereich, berichtet «Cash».

Besonders bemerkenswert war ein 20-Franken-Vreneli aus dem Jahr 1897, das für 200'000 Franken den Besitzer wechselte. Diese Münze ist aus dem seltenen Gondogold gefertigt, einem Edelmetall aus dem ehemaligen Bergwerk in Gondo im Kanton Wallis. Von den ursprünglich 29 geprägten Exemplaren sind nur noch wenige erhalten, was ihren Wert erheblich steigert.

Ein weiteres Highlight der Auktion war das sogenannte «Stirnlockenvreneli», eine Probe aus dem Jahr 1897. Diese Münze, von der nur zwölf Stück existieren, zeigt eine Frau mit geflochtenem Haar und einer Stirnlocke, die in der regulären Prägung entfernt wurde. Das versteigerte Exemplar erzielte 190'000 Franken, 40'000 Franken mehr als der Schätzpreis.

Nur drei bekannte Exemplare

Auch eine 20-Franken-Helvetia aus dem Jahr 1887 fand einen neuen Besitzer für 155'000 Franken, was 5000 Franken über dem Schätzwert lag. Diese Münze ist zwar kein klassisches Goldvreneli, aber aufgrund ihrer Seltenheit von nur fünf bis zehn bekannten Exemplaren sehr begehrt. Ursprünglich wurden 176 Stück geprägt.

Eine weitere Rarität war ein 10-Franken-Goldvreneli von 1911, das für 85'000 Franken versteigert wurde, 10'000 Franken über dem Schätzwert. Diese Münze gilt als eine der seltensten Goldproben der Schweiz, mit nur drei bekannten Exemplaren auf dem Markt.

Neben den Schweizer Münzen wurde auch ein 20-Dukaten-Stück aus Bern von 1681 versteigert. Dieses einzigartige Exemplar erzielte den Schätzpreis von 500'000 Franken. Insgesamt belief sich die Summe der Zuschlagspreise aller fünf Münzen auf 1,13 Millionen Franken, was die Erwartungen der Experten übertraf. Käufer müssen zusätzlich ein Aufgeld von 20 Prozent sowie die Mehrwertsteuer zahlen, was die Endpreise weiter erhöht.


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