MärkteDollar hat für Trump nicht zu stark an Wert verloren
SDA
27.1.2026 - 23:16
Einen schwachen Dollar will US-Präsident Trump sehen. Deswegen hat er auch keine Sorgen vor dem jüngsten Kursverlust.
Keystone
Der US-Dollar hat nach der Ansicht von Donald Trump jüngst nicht zu stark an Wert verloren – im Gegenteil. Der US-Präsident behauptete, dass sich die Landeswährung «hervorragend» entwickelt habe.
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27.01.2026, 23:16
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Auf die Frage eines Journalisten, ob er sich Sorgen über den Kursverlust des Dollar mache, antwortete Trump: «Nein, ich glaube, es ist grossartig.» Er verwies auf die Geschäfte, die die USA machten, ohne Details zu nennen.
Nach dem Bekanntwerden von Trumps Aussagen schnellte der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich nach oben. Für einen Euro bekam man gut 1,20 Dollar. Auch Gold legte zum US-Dollar kräftig zu und erreichte ein Rekordhoch.
Trump führte als Positivbeispiele die Entwertung des japanischen Yen und des chinesischen Renminbi an – die jeweiligen Regierungen würden alles daran setzen, um möglichst den Wert der Landeswährung nach unten zu drücken. Dies dürfte allerdings eher eine Folge der unterschiedlichen Konjunktur- und Zinspolitiken sein.
Hoffnung auf Wirtschaftswachstum
Bereits in der Vergangenheit hatte Trump sich offen für einen schwächeren Dollar gezeigt, weil er dadurch auf Chancen für mehr Wirtschaftswachstum hofft. Mit einem starken Dollar könnten keine Geschäfte gemacht werden und es kämen keine ausländischen Touristen in die USA, sagte er. Trump räumte aber ein, dass ein starker Dollar gegen die Inflation helfe.
Grundsätzlich kann ein schwacher Dollar die Nachfrage aus dem Ausland stimulieren und damit kurzfristig zu höheren Exporten führen und das Wirtschaftswachstum damit ankurbeln. Zu schwache Währungen können allerdings auch problematisch bei der Bekämpfung der Inflation sein: Denn für die Amerikaner bedeutet das unter anderem, dass sie für importierte Produkte mehr Geld auf den Tisch legen müssen und Reisen ins Ausland teurer werden.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
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«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
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