MärkteDollar-Schwäche treibt Franken weiter nach oben
SDA
27.1.2026 - 15:29
Der "Greenback" ist immer weniger wert. (Archivbild)
Keystone
Der Dollar hat am Dienstagnachmittag seine Talfahrt fortgesetzt. Dies hat den Schweizer Franken weiter nach oben getrieben, der als sicherer Hafen gefragt ist. Auch der Euro kletterte auf ein Mehrjahreshoch gegenüber dem US-Dollar.
Keystone-SDA
27.01.2026, 15:29
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Kurz nach dem Mittag hielt sich der «Greenback» nur knapp über der Marke von 0,77. Mit 0,7703 Franken wurde der tiefste Wert erreicht, wenn man die Kursturbulenzen rund um die Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015 ausklammert. Der Euro erreichte mit 1,1928 Dollar den höchsten Stand zur US-Währung seit Juni 2021.
Der Franken konnte indes auch gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung zulegen. Der Euro kostete im Tagestief nur 0,9189 Franken nach 0,9226 Franken kurz vor Mittag. Das ist der tiefste Stand seit Mitte November 2025.
Keine SNB-Intervention erwartet
Dennoch seien bislang keine Interventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auszumachen, hiess es in einem Kommentar der Bank Valiant. Dies passe zu den Signalen, wonach ihr weniger das absolute Kursniveau als vielmehr starke Schwankungen Sorgen bereiten würden. «Der aktuelle Druck geht jedoch stärker vom Dollar aus, wo die Volatilität höher ist und rasch für Entspannung sorgen könnte – auch beim Euro.»
Der Blick der Märkte richtet sich in dieser Woche auf die US-Notenbank Fed, die heute ihre zweitägige geldpolitische Sitzung beginnt. Beobachter rechnen nicht damit, dass es zu weiteren Zinssenkungen kommt. Dennoch könnte das Treffen Impulse liefern, da möglicherweise erste Hinweise oder sogar eine Ankündigung zur künftigen Besetzung des Fed-Vorsitzes erfolgen könnten.
Am heutigen Handelstag dürfte dem US-Konsumentenvertrauen für Januar unter den rar gesäten Makrodaten die höchste Aufmerksamkeit zukommen. Der private Konsum ist von grosser Bedeutung für die US-Wirtschaft.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
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