BIP könnte um 1 Prozet zulegenEconomiesuisse rechnet mit gedämpftem Schweizer Wirtschaftswachstum
SDA
3.6.2026 - 09:42
Hohe Erdölpreise, steigende Transportkosten und Lieferengpässe haben in der Schweiz viele Produkte verteuert. (Archivbild)
Keystone
Economiesuisse rechnet weiterhin mit einer verhaltenen Konjunktur in der Schweiz. Im laufenden Jahr dürfte das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) um 1,0 Prozent zulegen und im nächsten Jahr wird sich das Wachstum dann auf 1,2 Prozent beschleunigen.
Keystone-SDA
03.06.2026, 09:42
03.06.2026, 09:52
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Damit hat die hiesige Konjunktur an Schwung verloren. Im den vergangenen zwei Jahren kletterte das BIP jeweils um 1,4 Prozent. Die Kriege im Mittleren Osten und in der Ukraine würden das Wachstum bremsen, schrieb der Wirtschaftsdachverband am Mittwoch in einem Communiqué.
Hohe Erdölpreise, steigende Transportkosten und erneute Lieferengpässe trieben die Preise vieler Produkte nach oben. Auch viele Dienstleistungen würden teurer, wenn auch abgeschwächt. So schlügen beispielsweise neue KI-Dienstleistungen auf, weil die Hardwarepreise und die Energiekosten stiegen, schrieb Economiesuisse: «Entsprechend nehmen die Inflationsraten in vielen Ländern wieder zu.»
Beim Export rechnen die Ökonomen mit einem Rückgang in diesem Jahr. Im nächsten Jahr dürften die Ausfuhren dann wieder leicht zulegen. Das gleiche gilt für die Importe. Während der Wachstumsmotor der Exporte stottert, entwickele sich die binnenorientierte Wirtschaft stabil, hiess es.
Teuerung zieht an
Die Inflation wird nach der Schliessung der Strasse von Hormus zulegen, allerdings in der Schweiz nicht so stark wie in anderen Ländern. Economiesuisse rechnet mit einer Teuerung von 0,8 Prozent im laufenden Jahr. Im Dezember waren die Ökonomen noch von der Hälfte ausgegangen. Im nächsten Jahr dürfte die Inflation dann um 1,0 Prozent anziehen.
Die gedämpften Konjunkturaussichten dürften laut den Economiesuisse-Ökonomen allerdings keine allzu grossen Folgen für den Schweizer Arbeitsmarkt haben. Die Arbeitslosenquote werde wohl nur geringfügig ansteigen von 2,8 Prozent im vergangenen Jahr auf 3,1 Prozent im laufenden Jahr. Im nächsten Jahr werde die Arbeitslosenquote im Schnitt bei 3,2 Prozent liegen, schätzt der Wirtschaftsdachverband.
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