«Golden Hello» nach UBS-Entlassung Dieser Julius-Bär-Manager verdient mehr als sein CEO

ai-scrape

18.3.2025 - 13:43

Benko-Fauxpas und Entlassungswelle: Julius Bär steht vor Herausforderungen. Doch ein Manager erhält fast 7 Millionen. (Archivbild)
Benko-Fauxpas und Entlassungswelle: Julius Bär steht vor Herausforderungen. Doch ein Manager erhält fast 7 Millionen. (Archivbild)
sda

Ein Manager, der zuvor bei der UBS tätig war, erhält bei Julius Bär eine hohe Vergütung. Diese Praxis wirft Fragen zur Fairness und den Auswirkungen auf die Aktionäre auf, zumal die Bank gerade Mitarbeiter entlässt.

Samuel Walder

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ein Manager bei Julius Bär erhielt 2024 ein Gehalt von 6,8 Millionen Franken und war damit der bestbezahlte Mitarbeiter der Bank.
  • Ein Grossteil der Summe stammt aus einem umstrittenen «Golden Hello», das ihm als Ausgleich für entgangene Boni bei der UBS gezahlt wurde.
  • Die hohe Vergütung sorgt für Kritik, da Julius Bär gleichzeitig Stellen abbaut und noch mit den Folgen des Benko-Falls beschäftigt ist.

Man muss nicht Sergio Ermotti heissen und CEO einer Grossbank sein, um ein Millionen-Salär zu verdienen. Ein Manager, der bisher kaum bekannt war, hat bei der Bank Julius Bär letztes Jahr fast 7 Millionen Franken verdient, wie «Inside Paradeplatz» schreibt.

Thomas Frauenlob, der zuvor bei der UBS für die Betreuung der Ultra-Reichen zuständig war, wurde 2023 als neuer Leiter für externe Vermögensverwalter und Family Offices bei Julius Bär eingestellt. Im Geschäftsbericht 2024 tauchte er als der bestbezahlte Mitarbeiter der Privatbank auf, mit einer Vergütung von 6,8 Millionen Franken im letzten Jahr.

«Golden Hello» wird kritisiert

Diese Summe übertrifft die Gehälter aller anderen Mitarbeiter der Bank, wenn man bedenkt, dass Frauenlob auf zweithöchster Geschäftsstufe weilt.

Ein Grossteil dieser Vergütung, etwa viereinhalb Millionen Franken, wurde als Entschädigung für nicht erhaltene Boni bei der UBS gezahlt. Diese Praxis, bekannt als «Golden Hello», wird zunehmend kritisiert. Sie ermöglicht es neuen Arbeitgebern, die gesperrten Ansprüche von Managern zu übernehmen, was letztlich die Aktionäre belastet.

Ein Manager bekommt Millionen, andere werden entlassen

Ursprünglich sollten gesperrte Boni sicherstellen, dass Manager bei hohen Risiken auch persönliche Verluste tragen. Doch nun werden diese Risiken von den neuen Banken übernommen, was die ursprüngliche Absicht untergräbt. Die fast sieben Millionen Franken, die Frauenlob erhielt, gibt zu diskutieren, zumal die Bank Julius Bär mit rund 7000 Mitarbeitern keine riesige Institution ist und gleichzeitig mit dem Benko-Fauxpas immer noch beschäftigt ist. 

Diese grosszügige Vergütungspolitik steht im krassen Gegensatz zu den Entlassungen, die derzeit bei der Bank stattfinden. Während gescheiterte Manager mit Millionen belohnt werden, verlieren viele langjährige Mitarbeiter ihre Jobs. 

Der Redaktor hat diesen Artikel mithilfe von KI geschrieben.