AutoindustrieEin schwieriges Jahr für den Neuwagenmarkt
SDA
17.12.2025 - 09:17
Der Bestand an Elektroautos hat in der Schweiz 2025 zugenommen. Doch laut dem TCS müssen Rahmenbedingungen für "Steckerfahrzeuge" verbessert werden. (Archivbild)
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Der Bestand an Elektroautos hat in der Schweiz 2025 zugenommen. Doch laut dem TCS müssen Rahmenbedingungen für «Steckerfahrzeuge» verbessert werden. Ungebremst steht bei den E-Autos Tesla mit dem Model Y weiterhin an der Spitze, doch weitere Automarken holen auf.
Keystone-SDA
17.12.2025, 09:17
17.12.2025, 09:20
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Auf Schweizer Strassen seien mittlerweile rund 375'000 E-Autos und Hybrid-Modelle unterwegs, schrieb der Touring Club der Schweiz (TCS) am Mittwoch in einer Mitteilung zur Jahresanalyse des Schweizer Neuwagenmarkts. Das entspräche acht Prozent des gesamten Fahrzeugbestands.
Der Marktanteil bei den Neuzulassungen liege Ende 2025 ungefähr bei einem Drittel. Das Ziel der Roadmap Elektromobilität, in der verschiedene Branchen-Akteure vertreten sind, wird laut TCS damit verfehlt. Diese sah bis Ende 2025 einen Marktanteil von 50 Prozent für Elektroautos vor.
Der Schweizer Neuwagenmarkt habe insgesamt ein schwieriges Jahr hinter sich und im Vergleich zu 2024 einen Rückgang hinnehmen müssen. Reine Elektroautos steigerten ihren Marktanteil um drei Prozentpunkte auf 22 Prozent. Damit lag ihr Marktanteil nur leicht unter jenem der Benziner, die noch auf einen Anteil von 24 Prozent kamen.
Die Rahmenbedingungen für Elektromobilität müssten weiterhin verbessert werden, schrieb der TCS weiter. Viele zögerten mit der Anschaffung eines Elektroautos, weil die Ladeinfrastruktur noch ungenügend sei.
Skoda holt auf
Tesla stehe zwar mit dem Model Y bei den meistverkauften Elektroautos per Stand 1. Dezember weiterhin an der Spitze (3713). Doch der Konzern hatte 2025 mit Verkaufsrückgängen zu kämpfen. So brachen die Neuzulassungen des Models Y in der Schweiz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um über einen Drittel ein. Als Gründe gelten die verstärkte Konkurrenz sowie die politischen Aktivitäten des Firmenchefs Elon Musk.
Auf Platz zwei und drei der «Steckerautos» rangiere Skoda mit den Modellen Elroq und Enyaq als erfolgreichste Marke im Elektrosegment. Der Volkswagenkonzern mache rund 50 Prozent der verkauften Elektroautos aus. Volvo, Renault und BMW schafften es in die Top 10.
Der TCS stützte sich in der Analyse auf Daten des Bundesamtes für Strassen per Stichtag 1. Dezember.
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
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