FlugverkehrEmirates bestellt 65 Boeing-777X für 38 Milliarden Dollar
SDA
17.11.2025 - 13:14
Emirates, vollständig im Besitz der Regierung Dubais, ist der grösste Kunde des Boeing 777. Mit der neuen Order wächst der Auftragsbestand auf 315 Grossraumflugzeuge. (Archivbild)
Keystone
Emirates hat am Montag zum Auftakt der Luftfahrtmesse in Dubai 65 Boeing-777X-Jets im Wert von 38 Milliarden Dollar bestellt. Die Auslieferungen sollen ab dem zweiten Quartal 2027 beginnen. Der Vertrag umfasst auch 130 GE9X-Triebwerke von General Electric.
Keystone-SDA
17.11.2025, 13:14
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Emirates-Chef Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktum sprach von einem «langfristigen Engagement», das Hunderttausende hochwertige Industriearbeitsplätze sichere. Emirates, vollständig im Besitz der Regierung Dubais, war bereits der grösste Kunde des Boeing 777. Die Gesellschaft hatte zuvor 270 777X, zehn Frachtversionen des 777 und 35 Boeing 787 bestellt. Mit der neuen Order wächst der Auftragsbestand auf 315 Grossraumflugzeuge.
Die Fluggesellschaft zeigte sich erneut frustriert über die wiederholten Verzögerungen beim 777X-Programm. Die Auslieferung war bereits von 2025 auf 2026 verschoben worden. «Manche mögen Zweifel an der hohen Zahl unserer Bestellungen haben», sagte Al Maktum. «Aber jedes Flugzeug sei fest in den Wachstumsplänen verankert.»
Emirates gilt derzeit als profitabelste Airline der Welt und erzielte im Halbjahr 2,9 Milliarden Dollar Gewinn. Boeing kämpft derweil neben Lieferproblemen mit Sicherheitsbedenken und Klagen nach mehreren Unfällen, darunter dem Air-India-Absturz im Juni mit 260 Toten.
Wegen der Verzögerungen musste Emirates grosse Teile ihrer bestehenden Flotte modernisieren, darunter den A380, der nicht mehr produziert wird. Die neue Bestellung enthält zudem eine Option auf grössere 777X-Versionen, die noch entwickelt werden.
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
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