NahrungsmittelEmmi wächst im Geschäftsjahr 2024 deutlich schneller als erwartet
tt
24.1.2025 - 07:21
Emmi ist 2024 stärker gewachsen als erwartet: Der Luzerner Milchverarbeiter steigerte den Umsatz im Gesamtjahr aus eigener Kraft um 2,4 Prozent und übertraf damit sowohl die eigenen Erwartungen als auch jene der Finanzgemeinde. (Im Bild die Türe eines Kühlraums im Labor der Emmi Prodution)
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Emmi ist 2024 stärker gewachsen als erwartet: Der Luzerner Milchverarbeiter steigerte den Umsatz im Gesamtjahr aus eigener Kraft um 2,4 Prozent und übertraf damit sowohl die eigenen Erwartungen als auch jene der Finanzgemeinde.
Keystone-SDA, tt
24.01.2025, 07:21
24.01.2025, 08:05
SDA
Emmi hatte sich 1 bis 2 Prozent Wachstum vorgenommen, die Analysten hatten im Schnitt mit 1,5 Prozent gerechnet. In Franken stieg der Umsatz um 2,5 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken, wie der Hersteller von Caffé Latte, Käse und Jogurts am Freitag mitteilte.
Hatte in der ersten Jahreshälfte noch die Trennung von der bisherigen Tochter Gläserne Molkerei den Umsatz geschmälert, kamen ab Oktober die Erlöse der neu zugekauften französischen Desserts-Produzentin Mademoiselle Desserts hinzu, die den Verkauf der Gläsernen Molkerei mehr als wettmachten. Daneben hat Emmi im vergangenen Jahr mit der brasilianischen Molkerei Verde Campo und der Luzerner Kaffeerösterei Hochstrasser zwei weitere Übernahmen getätigt.
Kaffee-Drinks und Desserts ziehen
Aber auch aus eigener Kraft konnte Emmi kräftig zulegen – und dabei vor allem die verkauften Mengen steigern. Der Milchkonzern verwies in der Mitteilung insbesondere auf starkes Umsatzwachstum der wichtigen Märkte Brasilien, Chile, Mexiko und USA sowie in den strategischen Nischen Ready to Drink-Kaffee, Premium-Desserts und Spezialitätenkäse.
Nach Regionen zogen die Verkäufe in Europa (+5,5%) und Americas (+3,7%) kräftig an, während das Geschäft in der Schweiz in etwa stabil blieb. Hierzulande belastete noch ein tieferer Milchpreis aus der ersten Jahreshälfte, der allerdings im Gesamtjahr durch eine Steigerung der verkauften Mengen überkompensiert werden konnte.
Rückläufige Umsätze musste Emmi indes in Tunesien aufgrund der andauernden Milchknappheit sowie im Geschäft mit Milchpulver-Exporten aus der Schweiz hinnehmen.
Übernahme belastet EBIT mit 5 bis 8 Millionen
Die Gewinnzahlen für 2024 gibt das Unternehmen am 26. Februar bekannt. Emmi bestätigte erneut, dass der EBIT auf 295 bis 315 Millionen Franken steigen und die Reingewinnmarge zwischen 5,0 und 5,5 Prozent betragen solle. Zudem präzisierte die Gruppe, dass die beiden Kennzahlen im mittleren Bereich der kommunizierten Bandbreite zu liegen kommen sollen.
In diesen Vorgaben sind allerdings die Effekte aus der Übernahme von Mademoiselle Desserts noch nicht eingerechnet. Diese dürfte den EBIT um 5 bis 8 Millionen Franken schmälern.
Grund dafür ist ein buchhalterischer Effekt: Die Vorräte mussten in der Eröffnungsbilanz von Mademoiselle Desserts aufgewertet werden, was beim Abverkauf dieser Vorräte im vierten Quartal 2024 zu einer tieferen Marge führte. Die «erfreulichen und der internen Planung entsprechenden operativen Ergebnisse» der neuen Tochter hätten dies nicht vollständig wettmachen können.
Zwei neue Verwaltungsräte
Weiter gab Emmi zwei Wechsel im Verwaltungsrat bekannt: Diana Strebel und Werner Weiss treten an der nächsten Generalversammlung vom 10. April nicht mehr zur Wahl an. Als ihre Nachfolger schlägt der Verwaltungsrat Rebekka Iten und Christian Troxler vor.
Troxler ist den Angaben zufolge selbstständiger Meisterlandwirt und Milchproduzent. Er ersetzt Weiss als Vertreter des Grossaktionärs ZMP, wo er seit 2023 Vorstandsmitglied ist.
Iten sei eine ausgewiesene internationale Führungspersönlichkeit, die Expertise in wichtigen Zielmärkten von Emmi mitbringe.
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