Öffentlicher DienstEnergiestrategie des Bundes: Ziele für 2035 liegen in weiter Ferne
SDA
15.12.2025 - 11:39
Der Umbau des Energiesystems in der Schweiz läuft laut dem neuesten Monitoringbericht des Bundes nicht schnell genug. (Archivbild)
Keystone
Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien hat auch 2024 zugenommen. Trotzdem wird der gesetzlich definierte Wert für 2035 laut dem neuesten Monitoringbericht des Bundes in dem Tempo nicht erreicht.
Keystone-SDA
15.12.2025, 11:39
15.12.2025, 16:34
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Auch im vergangenen Jahr schritt der Umbau des Schweizer Energiesystems langsam und stetig voran. Zu langsam, wie sich im am Montag veröffentlichten, siebten Monitoringbericht des Bundesamtes für Energie (BFE) zeigte. Die erneuerbaren Energien – Wasserkraft nicht mit eingerechnet – müssten mehr als doppelt so schnell ausgebaut werden, damit das definierte Ziel aus dem Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung bis 2035 erreicht werden könnte.
Gemäss dem Bericht lag der Anteil der Erneuerbaren (abzüglich Wasserkraft) an der gesamten Elektrizitätsproduktion bei 10,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist sie damit um 1113 auf 8301 Gigawattstunden angestiegen. 72 Prozent des Anstiegs sind auf den Photovoltaik-Ausbau zurückzuführen. Um den gesetzlich neu definierten Zielwert von 35'000 Gigawattstunden zu erreichen, wäre ein durchschnittlicher Zuwachs von 2400 Gigawattstunden im Jahr nötig, wie das Monitoring nun ergab.
Seither haben Bundesrat und Parlament verschiedene Massnahmen beschlossen, die zur Beschleunigung beitragen sollen. So habe der Bundesrat vergangenen November Zwischenziele für den Ausbau der Solar- und Windstromproduktion bis 2030 festgelegt. Ausserdem sei ein Winterstrombonus für grosse Solaranlagen eingeführt worden. Beide Massnahmen würden ab 1. Januar 2026 in Kraft treten, so das Bundesamt für Energie am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Um bei der Energiestrategie auf Kurs zu bleiben, wurden gesetzliche Zielwerte für die Jahre 2035 und 2050 definiert: Bis 2050 sollen die erneuerbaren Energien und die Wasserkraft ausgebaut und der Energie- und Stromverbrauch gesenkt werden. Seit dem 1. Januar 2025 gelten in der Schweiz verschärfte Inlandproduktions- und Verbrauchsziele. Damit rücke die Energieproduktion im Winter stärker in den Fokus, um eine ganzjährig sichere Stromversorgung gewährleisten zu können, so das BFE.
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
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