GrosskonzerneErneut drei Schweizer Unternehmen unter den 100 teuersten der Welt
dm
3.1.2025 - 08:29
Nestlé zählt wie Roche und Novartis nach wie vor zu den 100 teuersten Unternehmen der Welt. Allerdings haben die drei Schweizer Grosskonzerne im Welt-Ranking einige Plätze verloren.(Archivbild)
Keystone
Auch im Jahr 2024 haben es drei Schweizer Konzerne unter die 100 teuersten Unternehmen der Welt geschafft. Jedoch fielen Roche, Nestlé und Novartis im Ranking zurück. Die Dominanz der USA wird derweil immer deutlicher.
Keystone-SDA, dm
03.01.2025, 08:29
SDA
Wie bereits in den Vorjahren waren auch im 2024 Roche, Nestlé und Novartis die Schweizer Vertreter unter den «Top 100» der wertvollsten Börsen-Unternehmen. Sie rutschen aber laut der am Freitag veröffentlichten Zusammenstellung des Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY zum Stichtag 31. Dezember weiter nach hinten ab. Insgesamt sind die 100 teuersten Unternehmen 44,9 Billionen US-Dollar wert und damit 25 Prozent mehr als im Vorjahr.
So belegt Roche nach dem 43. Platz nun noch Rang 46. Nestlé büssen noch deutlicher ein und rangieren nach Platz 27 im vergangenen Jahr nun nur noch auf Rang 51. Novartis erreichen Platz 66 (2023: Platz 53).
Unter die «Top-500»-Unternehmen schafften es insgesamt 15 Schweizer Konzerne, darunter ABB (Platz 165), UBS (Platz 169), Richemont (Platz 185) oder weiter hinten Holcim (Platz 351) und Swiss Re (Platz 463).
US-Dominanz wird grösser
Immer deutlicher wird allerdings die Dominanz der USA in diesem Ranking. Mittlerweile kommen 62 der 100 teuersten Unternehmen aus Amerika – kein europäisches Unternehmen schaffte es in die Top 10. Saudi Aramco ist der einzige Konzern in den Top-Ten, der nicht aus den USA kommt.
Befeuert werde diese Rekordjagd an den Börsen vom KI-Boom, so EY. Dieser treibe die Bewertungen vieler Unternehmen aus dem Tech-Sektor in die Höhe. Das zeigt sich denn auch in der Marktkapitalisierung. Mit 20,16 Billionen US-Dollar stellt die Tech-Branche klar den Löwenanteil.
24 der 100 Top-Unternehmen kommen entsprechend aus diesem Sektor, 18 davon haben ihren Sitz in den USA. Unangefochten auf den Medaillenrängen liegen Apple, gefolgt von Nvidia und Microsoft. Dabei hat sich insbesondere Nvidia klar nach vorne gearbeitet: 2023 lag der Chip-Hersteller noch auf dem 6. Platz, ein Jahr zuvor sogar nur auf dem 17. Rang.
Bei den Tech-Unternehmen spielt Europa nur eine Nebenrolle – immerhin erreichen der deutsche SAP-Konzern und der niederländische Chipausrüster ASML die Ränge 32 und 33. Das wertvollste europäische Unternehmen ist derzeit der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk auf Platz 14, dann folgt auf Rang 28 der französische Luxusgüterkonzern LVMH.
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
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