Wegen Iran-Krieg Erste Airline fällt dem Kerosinpreis zum Opfer und schliesst sofort

Samuel Walder

2.5.2026

Spirit Airline stellt den Betrieb ab sofort ein.
Spirit Airline stellt den Betrieb ab sofort ein.
Spirit Airline

Trotz geplanter Staatshilfe ist die Rettung von Spirit Airlines gescheitert. Der steile Anstieg der Kerosinpreise hat die angeschlagene Airline endgültig in die Knie gezwungen.

Samuel Walder

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Spirit Airlines stellt den Flugbetrieb sofort ein, nachdem eine Rettung über 500 Millionen Dollar gescheitert ist. Rund 17'000 Arbeitsplätze sind betroffen.
  • Ein geplanter Einstieg der US-Regierung mit 90 Prozent Beteiligung kam trotz Zustimmung wichtiger Gläubiger nicht zustande.
  • Hauptgrund für das Aus ist der massive Anstieg der Treibstoffkosten im Zuge des Iran-Kriegs, der die angeschlagene Airline zusätzlich belastete.

Die US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines stellt ihren Flugbetrieb per sofort ein. Eine geplante Rettung in Höhe von 500 Millionen Dollar ist gescheitert, wie das «Wall Street Journal» berichtet. Weder staatliche Stellen noch private Investoren konnten am Ende ausreichend Mittel bereitstellen, um die Airline zu stabilisieren.

Die US-Regierung hatte vorgesehen, im Gegenzug für die Finanzspritze rund 90 Prozent der Anteile zu übernehmen. Zwei von drei wichtigen Gläubigergruppen hatten diesem Plan bereits zugestimmt. Ziel der Rettung war es, eine Liquidation abzuwenden und rund 17'000 Arbeitsplätze zu sichern.

Die Sanierung geriet zuletzt stark unter Druck – insbesondere wegen der massiv gestiegenen Treibstoffkosten. Der Kerosinpreis hat sich bis Ende April auf rund 1,19 Dollar pro Liter verdoppelt. Als Hauptgrund gilt der Iran-Krieg. Spirit kämpfte zwar schon länger ums Überleben, doch dieser Preisschock dürfte der Airline letztlich den entscheidenden Schlag versetzt haben. Damit gilt sie als erstes direktes Opfer der wirtschaftlichen Folgen des Konflikts.