USAErster Hochgeschwindigkeitszug zwischen Los Angeles und Las Vegas
SDA
9.12.2023 - 05:31
US-Präsident Joe Biden ist als Zugliebhaber bekannt. (Archivbild)
Keystone
Die erste Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke in den USA soll von 2028 an die Millionenstadt Los Angeles und die Glücksspiel-Metropole Las Vegas verbinden. Die USA sollen laut US-Präsident Joe Biden den schnellsten Schienenverkehr der Welt bekommen.
Keystone-SDA
09.12.2023, 05:31
SDA
«Wir bauen die erste Strecke für Hochgeschwindigkeitszüge in der Geschichte unseres Landes. Und es beginnt hier», sagte US-Präsident Joe Biden am Freitag bei einem Besuch in Las Vegas. Die USA sollten den «schnellsten, sichersten und grünsten Schienenverkehr der Welt» bekommen.
Die Schnellzüge der Brightline West sollen die 350 Kilometer zwischen Las Vegas im Bundesstaat Nevada und dem Grossraum Los Angeles im Bundesstaat Kalifornien in zwei Stunden und zehn Minuten zurücklegen – und damit rund doppelt so schnell wie Autos. Betrieben werden soll die Linie von dem privaten Bahnunternehmen Brightline, das bereits im Bundesstaat Florida an der US-Ostküste eine neue Bahnverbindung zwischen Miami und Orlando anbietet.
Drei Millionen Autos ersetzen
Die Regierung des Bahn-Fans Biden will für das Projekt Brightline West bis zu drei Milliarden Dollar zuschiessen. Fertiggestellt werden soll die Strecke 2028 und damit rechtzeitig zu den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles im selben Jahre.
Erwartet werden elf Millionen Passagiere im Jahr. Biden sagte am Freitag, durch die Schnellzüge würden drei Millionen Fahrzeuge von der häufig von Staus geplagten Autobahn zwischen Los Angeles und Las Vegas genommen.
Auch zwischen Los Angeles und San Francisco ist eine Schnellzugstrecke geplant. Das Projekt hat sich allerdings immer wieder verzögert und eine Kostenexplosion erlebt – und soll jetzt ebenfalls mit drei Milliarden Dollar an Bundesgeldern vorangebracht werden.
Zehn US-Bahnprojekte
Insgesamt stellte Biden am Freitag Mittel in Höhe von 8,2 Milliarden Dollar für zehn wichtige Bahnprojekte im Land vor. Das Geld stammt aus einem 2021 vom Kongress beschlossenen Infrastrukturpaket, das insgesamt 66 Milliarden Dollar für den Schienenverkehr vorsieht.
Derzeit fahren Passagierzüge in den USA langsam und recht unregelmässig, über Jahrzehnte wurde Autos und Flugzeugen Vorrang eingeräumt. Im Kampf gegen den Klimawandel will die US-Regierung das ändern und die Zahl der Passagiere bis 2040 verdoppeln.
Biden selbst war in seinen 36 Jahren als US-Senator ein begeisterter Bahnfahrer, der zwischen Washington und seinem Haus im Bundesstaat Delaware mit dem Zug pendelte. Der 81-jährige US-Demokrat hat deswegen – angelehnt an den Namen der Bahngesellschaft Amtrak – den Spitznamen «Amtrak Joe».
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
05.12.2025
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
In der Schweiz wird es vorderhand keine nationale Erbschaftssteuer zugunsten des Klimas geben. Die Juso-Volksinitiative «für eine Zukunft» ist gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) am Ständemehr gescheitert. Applaus gab es bei den Abstimmungssiegern aber auch bei den Verlierern, der Juso. «Wir haben es geschafft, über ein Jahr über unsere grössten Krisen zu sprechen», so die Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann.
30.11.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert