LuftverkehrFlugaufkommen in Zürich fast zurück auf Vor-Corona-Niveau
dm
3.1.2025 - 11:58
Am Flughafen Zürich war im vergangenen Jahr viel Betrieb. Das Verkehrsaufkommen hat im 2024 beinahe wieder das Vor-Corona-Niveau aus dem Jahr 2019 wieder erreicht.(Symbolbild)
Keystone
Das Verkehrsaufkommen am Flughafen Zürich hat 2024 weiter zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr betrug das Plus 6,2 Prozent. Zudem ist mittlerweile fast wieder das Niveau von 2019 vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht.
Keystone-SDA, dm
03.01.2025, 11:58
SDA
Insgesamt starteten und landeten im vergangenen Jahr 255'956 Flugzeuge in Zürich, wie aus den von der Nachrichtenagentur AWP ausgewerteten Zahlen von der Flughafenwebseite hervorgeht. 2019 waren es noch 268'968 Maschinen gewesen. Damit liegt die Differenz nur noch bei knapp 5 Prozent.
Im Zuge der Reiseeinschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren die Flugbewegungen 2020 eingebrochen auf gerade mal noch 40 Prozent des Niveaus von 2019. Seither hat sich der Flugverkehr fortlaufend erholt – 2023 betrug die Lücke zu 2019 noch rund 10.
Herbst- und Sommerferien stark
Das höchste Verkehrsaufkommen wurde 2024 in den Herbstferien erzielt. Am Freitag, 11. Oktober wurden insgesamt 840 Flüge von und nach Zürich durchgeführt. Nach Monaten liegt der Juli dank den Sommerferien aber erneut an der Spitze – mit insgesamt 24'221 Flügen. Das sind zudem 5,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Den stärksten Zuwachs im Vorjahresvergleich verzeichnete der Flughafen im September mit einem Plus von 11,2 Prozent auf 23'587 Flüge.
Aber auch der Weihnachtsmonat Dezember kann sich mit einem Anstieg um 6,5 Prozent auf insgesamt 19'890 Flugbewegungen sehen lassen. Das höchste Verkehrsaufkommen wurde dabei am Freitag vor Weihnachten, also am 20. Dezember erzielt, als insgesamt 742 Flüge von und nach Zürich durchgeführt wurden.
Am ruhigsten war im vergangenen Jahr der 23. Januar. Hier starteten bzw. landeten gerade einmal 492 Flugzeuge in Zürich.
Detaillierte Passagier- und Verkehrszahlen für den Dezember und für das Gesamtjahr veröffentlicht der Flughafen Zürich am 14. Januar 2025.
Die für diesen Artikel verwendeten Flugbewegungszahlen am Flughafen Zürich basieren auf einer täglich aktualisierten Statistik, in welcher alle Flüge nach Instrumentenflugregeln erfasst sind. In diesem so genannten IFR-Verkehr sind neben dem Linienverkehr auch Fracht-, Geschäfts- und Privatflüge enthalten. Die Zahl der Flugbewegungen sagt nichts aus über die Grösse der abgefertigten Flugzeuge respektive deren Auslastung.
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
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