TierweltForschungsteam entwickelt Gesichtserkennungsprogramm für Bären
SDA
29.1.2026 - 10:01
Im Herbst dick, im Frühling mager: Braunbären verändern sich im Jahresverlauf stark. Umso schwieriger ist es, die einzelnen Bären voneinander zu unterscheiden. (Archivbild)
Keystone
Gesichtserkennung für Bären: Ein Lausanner Forschungsteam hat ein KI-Programm entwickelt, das einzelne Braunbären voneinander unterscheiden kann.
Keystone-SDA
29.01.2026, 10:01
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Das Programm funktioniert auch, wenn die Bären nach dem Winterschlaf abgemagert sind oder sich für den Winter viel Fett angefressen haben. Wie die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EPFL) am Donnerstag mitteilte, soll das System die Wildtierforschung und den Artenschutz erleichtern.
Einen bestimmten Braunbären visuell von seinen Artgenossen zu unterscheiden, erfordere jahrelange Erfahrung und ein geschultes Auge, so die Hochschule. Erschwerend komme hinzu, dass Bären in Alaska im Frühjahr mit zotteligem Fell und deutlichem Gewichtsverlust aus dem Winterschlaf kämen, um dann beim Lachsfang erheblich an Gewicht zuzulegen und gleichzeitig ihr Winterfell verlieren.
Kopfmerkmale und Körperhaltung als Schlüssel
Um ihr Erkennungsprogramm zu entwickeln, konzentrierten sich die Forschenden der EPFL und der in Anchorage ansässigen Alaska Pacific University auf Merkmale, die sich im Laufe der Zeit wenig verändern: die Form der Schnauze, der Winkel der Stirnknochen und die Position der Ohren. Entscheidend ist laut den Forschenden die Kombination dieser Merkmale mit der Körperhaltung der Tiere.
Trainiert wurde das Programm mit über 72'000 Fotos von 109 verschiedenen Braunbären. Die Bilder wurden zwischen 2017 und 2022 in einem Wildschutzgebiet in Alaska aufgenommen.
In einem ersten Test wurde die KI mit Fotos, die von Besucherinnen und Besuchern aus dem nahegelegenen Katmai-Nationalpark aufgenommen worden waren, gespeist. Das Programm konnte mehrere Bären aus dem Schutzgebiet wiedererkennen und so deren saisonale Wanderungen auf der Suche nach Nahrung nachweisen.
Die Technologie soll auch bei anderen Tierarten anwendbar sein und zeigte bei Tests mit Makaken bereits eine hohe Genauigkeit. Veröffentlicht haben die Forschenden die Technologie in der Fachzeitschrift «Current Biology». Der Algorithmus wurde zudem auch open source veröffentlicht, damit andere Forschungsgruppen ihn nutzen können.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
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