StimmwahlFür Kulturverbände reichen 200 Franken Mediengebühr nicht
SDA
25.1.2026 - 13:11
Die Bieler Schauspielerin Anna Pieri Zuercher am Sonntag an der Medienkonferenz von Kulturschaffenden gegen SRG-Halbierungsinitiative.
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Vier Kulturverbände haben sich geschlossen gegen die SRG-Halbierungsinitiative ausgesprochen, die am 8. März zur Abstimmung gelangt. Die Initiative gefährde die kulturelle Vielfalt und den Zusammenhalt der Schweiz.
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25.01.2026, 13:11
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Im Rahmen der diesjährigen Solothurner Filmtage machten die Verbände Cinésuisse, Suisseculture, der Schweizer Musikrat und die IG Volkskultur im Rahmen einer Medienkonferenz auf den unverzichtbaren Beitrag der SRG für den Schweizer Film und Schweizer Serien aufmerksam.
Eine Halbierung der finanziellen Mittel der SRG habe weitreichende Folgen für Kultur, Medienvielfalt, Arbeitsplätze und auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, schrieben die Verbände am Sonntag dazu in einer gemeinsamen Medienmitteilung.
«Von den mehr als 5000 Arbeitsplätzen in der Branche wäre ein Drittel betroffen», schätzte etwa Cyril Tissot, der Generalsekretär der Association romande de la production audiovisuelle (Aropa), gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Alle in der Schweiz produzierten Serien seien auf die Finanzierung durch den Service Public angewiesen. Aropa vertritt über achtzig Unternehmen aus den Bereichen Kino, Serien, Dokumentar- und Animationsfilm.
Die Initiative bedrohe unsere Fähigkeit, uns durch Kino und Serien zu erzählen, liess sich die Bieler Schauspielerin Anna Pieri Zürcher in der Medienmitteilung am Sonntag zitieren. «Wofür wir gemeinsam Geld einsetzen, sagt viel darüber aus, welches Land wir sein wollen», sagte Pieri Zuercher.
Mit der SRG-Halbierungsinitiative würden wichtige Mittel, mit denen Schweizer Geschichten erzählt werden, gestrichen, liessen die Kulturverbände verlauten. Damit drohten Schweizer Produktionen von günstig eingekauften Serien und internationalen Formaten verdrängt zu werden.
In den Augen des Initiativkomitees hingegen würde mit der Gebührenreduktion allen Bürgerinnen und Bürgern «mehr zum Leben» bleiben, wie das Komitee Mitte Januar an seiner Medienkonferenz zur Abstimmung darlegte. Mit der Vorlage sollen die Gebühren für Radio- und Fernsehen von jährlich 335 Franken pro Haushalt auf 200 Franken gesenkt werden. Unternehmen sollten gänzlich von der Abgabe befreit werden.
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