Hoch-KonjunkturGewerkschaftsbund fordert fünf Prozent mehr Lohn
SDA, smi
7.7.2023 - 10:03
Alles wird teurer, die Löhne bleiben gleich. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund kritisiert, dass die Arbeitnehmenden von der Hoch-Konjunktur nicht profitierten.
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Der Schweizerische Gewerkschaftsbund fordert für 2024 fünf Prozent mehr Lohn. Die Löhne seien 2023 zum dritten Mal in Folge gesunken. Die Arbeitnehmerseite müsse endlich etwas von der guten Konjunktur sehen.
Keystone-SDA, SDA, smi
07.07.2023, 10:03
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Die Arbeitgeber klagten über den Fachkräftemangel, erhöhten aber gleichzeitig ihre Profite, hielt der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB am Freitag fest. Die Löhne seien 2023 zum dritten Mal in Folge gesunken. Das habe es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr, so der SGB.
Die Lohnbezüger*innen hätten 2023 fast drei Prozent weniger verdient als 2020, obwohl die Konjunktur brummt und die Arbeitslosigkeit tief ist. Von der guten Wirtschaftslage sähen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nichts. Vielmehr profitierten die Unternehmen aufgrund von Lieferengpässen und guter Absatzsituation von gestiegenen Preisen und Margen, wie der SGB mitteilte.
Die Quartalsberichte der Unternehmen tönen gemäss dem Gewerkschaftsbund geradezu euphorisch. Rechtzeitig zur Lohnrunde kämen dann wieder düstere Prognosen. Die Erwerbstätigen liessen sich dieses Mal aber nicht abspeisen, verspricht der SGB. Jetzt müsse es aufwärtsgehen – notfalls mit Kampfmassnahmen.
Gewerkschaften: «Familie mit zwei Kindern hat 3000 Franken weniger zur Verfügung»
Wegen des Lohnrückstands müssten die Löhne so stark steigen wie die Teuerung und die Arbeitsproduktivität. Nur so bleibt die Verteilung zwischen Kapital und Arbeit gleich, wie der SGB ausführte. Sonst bereicherten sich die Arbeitgeber auf Kosten der Erwerbstätigen.
Die finanzielle Lage der Bevölkerung hat sich gemäss dem SGB spürbar verschlechtert. Die Preise für Produkte des täglichen Bedarfs seien höher, steigende Mieten und Krankenkassenprämien hätten viel Kaufkraft gekostet. Und 2024 würden die Mieten und Krankenkassenprämien erneut steigen. Ohne Lohnerhöhung werde ein Paar mit zwei Kindern im kommenden Jahr 3000 Franken weniger zur Verfügung habe.
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