ChemieGivaudan organisch weiter gewachsen – Dynamik lässt nach
SDA
29.1.2026 - 06:27
Givaudan ist der weltweit führende Hersteller von Aromen und Riechstoffen. (Archivbild)
Keystone
Givaudan hat im Geschäftsjahr 2025 organisch weiter oberhalb der Guidance zugelegt. Gegenüber dem ausserordentlich starken Vorjahr verlor der Aromen- und Duftstoffhersteller jedoch an Schwung. Bei der Profitabilität konnte der Branchenprimus aus Genf weiter zulegen.
Keystone-SDA
29.01.2026, 06:27
SDA
Aufgrund des klar negativen Währungseffekts stieg der Umsatz in Franken lediglich um 0,8 Prozent auf 7,47 Milliarden Franken, wie der Anbieter von Aromen und Duftstoffen für Lebensmittel, Parfüms sowie Haushalts- und Körperpflegeartikel am Donnerstag mitteilte.
Erwartung der Analysten knapp verfehlt
Organisch, also bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Währungseinflüsse, resultierte ein Zuwachs von 5,1 Prozent – im Vorjahr waren es allerdings noch 12,3 Prozent. Die eigene Zielbandbreite von 4 bis 5 Prozent wurde damit gleichwohl übertroffen.
Die Erwartungen der Analysten wurden damit knapp verfehlt. Diese waren gemäss AWP-Konsens von einem organischen Wachstum von 5,2 Prozent ausgegangen.
Das Unternehmen begründete die Entwicklung mit einer breit abgestützten Nachfrage in allen Regionen und Geschäftsbereichen sowie mit Preisanpassungen zur Kompensation gestiegener Inputkosten. Gleichzeitig habe man sich trotz eines volatilen Marktumfelds und hoher Vorjahresvergleiche operativ robust gezeigt, heisst es.
Leicht tiefere Margen
Bei der Profitabilität musste der Genfer Konzern allerdings nach den zuletzt gemachten Fortschritten wieder einen leichten Rückschritt hinnehmen. Das operative Ergebnis (EBITDA) sank um 0,8 Prozent auf 1,75 Milliarden Franken, die entsprechende Marge auf 23,4 Prozent nach 23,8 Prozent im Vorjahr. Um Einmaleffekte bereinigt stieg die EBITDA-Marge auf 24,2 Prozent (Vorjahr: 24,5 Prozent). Analysten hatten sich mehr erhofft.
Der Reingewinn lag bei 1,07 Milliarden Franken – das sind 1,7 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Aktionärinnen und Aktionäre können sich dennoch auf eine Dividende von 72,00 Franken je Aktie freuen – das sind 2 Franken mehr als im Vorjahr.
Zielsetzung unter neuer Führung bestätigt
Für das laufende Geschäftsjahr nennt der Genfer Konzern jeweils keine konkrete Zielsetzung. Die mittelfristigen Ziele bleiben jedoch unverändert: Givaudan hatte im August für den neuen Fünfjahreszyklus von 2026 bis 2030 ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 4 bis 6 Prozent pro Jahr in Aussicht gestellt.
Der neue Zyklus geht auch mit einem Wechsel an der Konzernspitze einher. Ab März übernimmt Christian Stammkoetter vom langjährigen CEO Gilles Andrier, der das Amt des Verwaltungsratspräsidenten übernimmt, die operative Führung. Givaudan hatte die Personalie zusammen mit der neuen Zielsetzung im Sommer kommuniziert. Stammkoetter war zuvor als Manager beim französischen Nahrungsmittelkonzern Danone für die Region Asien, Naher Osten und Afrika zuständig.
Im abgelaufenen Fünfjahreszyklus von 2021 bis 2025 erzielte der Branchenprimus ein organisches Wachstum von 6,8 Prozent.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik