48 Jobs am Hauptsitz betroffenKahlschlag bei Globus – jede dritte Stelle weg
Sven Ziegler
13.1.2026
Das Warenhaus Globus will bis Ende 2026 schwarze Zahlen schreiben. Dafür muss es auch seine Strukturen verschlanken. (Archivbild)
sda
Die Warenhauskette Globus baut an ihrem Hauptsitz in Zürich Stellen ab. Insgesamt fallen 48 von rund 150 Jobs weg. Trotz Umsatzwachstum leidet das Unternehmen weiterhin unter hohen Verlusten – und bündelt nun Aufgaben im Ausland.
Die Schweizer Warenhauskette Globus baut an ihrem Hauptsitz in Zürich Stellen ab. Insgesamt fallen 48 von rund 150 Arbeitsplätzen weg, wie die Unternehmensleitung gegenüber der «Handelszeitung» bestätigt. Betroffen sind Funktionen in der Verwaltung – nicht jedoch die Mitarbeitenden in den Warenhäusern oder in der Logistik.
Der Schritt erfolgt trotz eines wirtschaftlich erfolgreichen Jahres. Globus konnte 2025 den Umsatz steigern und sowohl bei den Margen als auch bei der Kundenbindung zulegen. Gleichzeitig schreibt das Unternehmen weiterhin rote Zahlen: Der jährliche Verlust beläuft sich auf rund 30 Millionen Franken.
Aufgaben werden zentralisiert
Um Kosten zu senken, verlagert Globus verschiedene Management- und Supportfunktionen ins Ausland. Künftig werden Dienstleistungen wie Einkauf, Marketing oder IT vermehrt über zentrale Strukturen der Muttergesellschaft erbracht. Diese sitzt mit ihrem europäischen Warenhausgeschäft unter anderem in Italien.
Die neue Geschäftsführerin betont, dass es sich dabei um eine Effizienzsteigerung handle. Die Entscheidungsverantwortung für Sortiment und strategische Fragen bleibe weiterhin in der Schweiz. Auch das Filialnetz solle nicht verkleinert werden.
Warenhäuser nicht betroffen
Vom Stellenabbau ausgenommen sind laut Globus die rund 1200 Mitarbeitenden in den Schweizer Warenhäusern und in der Logistik. Für die betroffenen Angestellten am Hauptsitz seien sozialverträgliche Lösungen vorgesehen, darunter Frühpensionierungen und ein Sozialplan.
Der Sparkurs ist Teil eines grösseren Ziels: Globus will bis 2027 wieder schwarze Zahlen schreiben. Gleichzeitig stehen in den kommenden Jahren hohe finanzielle Verpflichtungen an, darunter die Rückzahlung grosser Kredite.
Trotz der Einschnitte hält das Unternehmen an seiner Wachstumsstrategie fest. Für 2026 plant Globus weiteres Umsatzwachstum und eine Verbesserung der Margen – allerdings mit deutlich schlankeren Strukturen im Hintergrund.