EdelmetallGoldman Sachs erhöht Prognose für Goldpreis auf 5400 Dollar
SDA
22.1.2026 - 12:16
Auch das Goldvreneli wird weiter im Wert steigen, weht es nach Goldman Sachs. (Archivbild)
Keystone
Goldman Sachs sieht für den Goldpreis angesichts geopolitischer Krisenherde auch nach der jüngsten Rekordrally noch deutlich Luft nach oben. Die Experten der US-Investmentbank hoben ihre Prognose für Ende 2026 auf 5400 US-Dollar je Feinunze.
Keystone-SDA
22.01.2026, 12:16
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Bisher hatte Goldman Sachs für Ende 2026 ein Ziel von 4900 Dollar gesetzt. Eine Voraussetzung für einen Preisanstieg über 5'000 Dollar sehen die Goldman-Sachs-Experten in der Nachfrage von Privatanlegern, die sich mit dem Kauf von Gold vor geopolitischen Risiken absichern wollen.
Ausserdem dürften nach wie vor Käufe von Notenbanken für rege Nachfrage sorgen. Zentralbanken von Schwellenländern setzen demnach trotz eines hohen Preisniveaus weiter auf Gold, um sich unabhängiger vom US-Dollar zu machen.
Zuletzt hatte der Goldpreis am Mittwoch ein Rekordhoch bei 4888 Dollar je Unze erreicht. Gegen Donnerstagmittag lag er an der Metallbörse in London bei 4823 Dollar.
US-Zinspolitik bleibt ein Preistreiber
Gold war bereits im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr. Preistreiber waren im vergangenen Jahr nicht zuletzt die vielen Konfliktherde weltweit.
Ein wichtiger Preistreiber bleibt zudem die Zinspolitik der US-Notenbank Fed. Jüngste Zinssenkungen haben die Nachfrage nach Gold verstärkt. Goldman Sachs erwartet im Verlauf des Jahres eine weitere Lockerung der Geldpolitik der US-Notenbank.
Demnach dürfte der Leitzins insgesamt um 0,50 Prozentpunkte gesenkt werden. Da Gold keine Marktzinsen abwirft, sorgen sinkenden Zinsen beispielsweise für Staatsanleihen für eine stärkere Nachfrage nach dem Edelmetall.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
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