Trump-Aussagen treiben Edelmetalle in die HöheGoldpreis klettert immer weiter – Jahresplus bei 22 Prozent
SDA
28.1.2026 - 08:21
Die Goldrally geht mit hohem Tempo weiter. Nachdem Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Dollar den Goldpreis am späten Dienstagabend auf ein weiteres Rekordhoch getrieben hatten, zog die Notierung am Mittwoch weiter an. (Archivbild)
Keystone
Die Rally an den Edelmetallmärkten geht ungebremst weiter. Nach Aussagen von Donald Trump zur Dollar-Politik kletterte der Goldpreis am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch – und auch Silber legt kräftig zu. Anleger suchen Sicherheit in unsicheren Zeiten.
Keystone-SDA
28.01.2026, 08:21
28.01.2026, 09:12
SDA
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Der Goldpreis erreichte nach Trumps Aussagen zur Dollar-Schwäche ein neues Rekordhoch und stieg innerhalb weniger Wochen um rund 22 Prozent.
Auch Silber verzeichnete starke Zuwächse, mit einem Anstieg von fast 60 Prozent seit Jahresbeginn, getrieben durch industrielle Nachfrage und geopolitische Spannungen.
Edelmetalle profitieren weiterhin vom Ruf als krisensichere Anlage, gestützt durch Notenbankkäufe und Sorgen über politische Risiken sowie hohe Staatsverschuldungen.
Rechtlicher Hinweis Dieser Beitrag dient ausschliesslich der Information und stellt keine Finanzberatung dar. Die enthaltenen Analysen und Einschätzungen basieren auf gründlicher Recherche, ersetzen jedoch nicht die individuelle Beurteilung durch Fachleute. Die Entwicklung der Finanzmärkte wird von zahlreichen, teils unvorhersehbaren Faktoren beeinflusst. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte sind mit Risiken verbunden, einschliesslich eines möglichen Kapitalverlusts.
Die Goldrally geht mit hohem Tempo weiter. Nachdem Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Dollar den Goldpreis am späten Dienstagabend auf ein weiteres Rekordhoch getrieben hatten, zog die Notierung am Mittwoch weiter an.
Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) stieg im frühen Handel um bis zu rund 1,6 Prozent auf 5265 US-Dollar. Damit steuert das Edelmetall den achten Tag mit Gewinnen in Folge an. Ein Kilo Gold verteuerte sich um 2,1 Prozent auf 129'458 Franken.
Gold ist einer der gefragtesten Anlagen
Allein in den zurückliegenden eineinhalb Wochen kletterte der Kurs um fast 700 Dollar oder knapp 15 Prozent. Seit Ende 2025 schoss der Goldpreis gar um rund 22 Prozent hoch, nachdem er im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war. In Franken war der Anstieg etwas geringer. Das Kilo Gold verteuerte sich seit Anfang Jahr um knapp 18 Prozent. Gold bleibt damit eine der gefragtesten Anlageklassen.
Trump hatte am Dienstagabend gesagt, dass er wegen der aktuellen Dollar-Schwäche nicht besorgt sei. Der Dollar gab daraufhin kräftig nach. Da Gold überwiegend in der US-Währung gehandelt wird, führen fallende Dollar-Notierungen meist zu Gewinnen am Goldmarkt.
Auch Silber glänzt
Auch der Silber legte nach den Worten Trumps kräftig zu. Am Mittwochmorgen zog der Preis um weitere drei Prozent auf 115,50 Dollar an. Dies reichte allerdings nicht zu einem weiteren Rekord. Am Montag war der Silberpreis um bis zu 14 Prozent auf 117,71 Dollar gestiegen.
Silber war in den vergangenen Monaten noch stärker gefragt als Gold. So verteuerte sich Silber in diesem Jahr um fast 60 Prozent. 2025 war der Preis um knapp 150 Prozent gestiegen.
Preistreiber am Markt für Edelmetalle im vergangenen Jahr waren unter anderem die vielen Konflikte weltweit. Auch 2026 sorgten politische Spannungen für mehr Nachfrage. So führten Experten die Gewinne in den ersten Handelstagen des Jahres unter anderem auf die Lage im Iran und die zeitweisen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland zurück.
Gold als «sicherer Hafen»
Viele Notenbanken, wie etwa die chinesische und indische, reagierten mit Goldkäufen schon länger auf strukturelle Risiken, politische Risiken, Sanktions- und Zollrisiken, erklärte Experte Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management. Hinzu kommen zunehmende Sorgen in puncto ausufernder Staatsverschuldungen.
Edelmetalle – allen voran Gold – gelten bei vielen Investoren als «sichere Häfen» in Krisenzeiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik