Grossaktionäre wollen Verwaltungsrat abwählen

SDA

26.4.2021 - 08:06

ARCHIVBILD ZUM VERLUST UND DEN UMSTRUKTURIERUNGEN BEI DER CREDIT SUISSE --- Das Logo der Credit Suisse anlaesslich einer Medienkonferenz der Credit Suisse zur lancierung ihres neuen digitalen Angebotes und zukunftweisendes Geschaeftsstellenkonzept am Donnerstag, 10. September 2020 in Zuerich.(KEYSTONE/Urs Flueeler).
Logo der Credit Suisse: Die Debakel um Archegos Capital und Greensill Capital beschäftigen die Grossbank weiter. (Symbolbild)
Bild: Keystone

Grossaktionäre der Credit Suisse planen angeblich, Andreas Gottschling, den Vorsitzenden des Risiko-Ausschusses auf der Generalversammlung der Bank am Freitag abzuwählen.

SDA

26.4.2021 - 08:06

Grossaktionäre der Credit Suisse wollen einem Zeitungsbericht zufolge den Vorsitzenden des Risiko-Ausschusses, Andreas Gottschling, auf der Generalversammlung am Freitag abwählen. Diesen Plan hätten unter anderem der US-Investor Harris Associates, der norwegische Ölfonds sowie der Stimmrechtsberater Ethos, berichtete die «Financial Times» in der Nacht auf Montag.

Die Anleger reagierten damit auf das Doppel-Debakel der Grossbank mit den Kunden Archegos Capital und Greensill Capital, heisst es im Bericht weiter.



«Es ist die Aufgabe eines Verwaltungsrates, die Aktionäre zu vertreten und das Management zu überwachen», sagte David Herro von Harris Associates der Zeitung. «Herr Gottschling sollte nicht nur abgewählt werden, sondern ich bin angesichts der aktuellen Ereignisse eigentlich überrascht, dass er nicht schon zurückgetreten ist.» Die US-Anlagefirma hält den Angaben zufolge 10,25 Prozent der CS-Aktien.

Der norwegische Staatsfonds wolle ebenfalls gegen die Wiederwahl Gottschlings sowie fünf weiterer Verwaltungsräte stimmen, darunter der Konzernchef des Pharmariesen Roche. Mitte April hatte sich bereits der US-Stimmrechtsberater Glass Lewis gegen die Wiederwahl Gottschlings ausgesprochen.