Meldungen über Kleindiebstähle Grossbritannien warnt vor Reisen in die Schweiz

Sven Ziegler

12.1.2026

Reisen in die Schweiz gelten für die Briten als nicht mehr uneingeschränkt sicher. (Symbolbild)
Reisen in die Schweiz gelten für die Briten als nicht mehr uneingeschränkt sicher. (Symbolbild)
Christophe Gateau/dpa

Das britische Aussenministerium hat seine Reisehinweise für die Schweiz verschärft. Grund sind vermehrte Meldungen über Kleindiebstähle, insbesondere am Flughafen Genf und in Zügen.

Sven Ziegler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Grossbritannien stuft die Schweiz wegen zunehmender Kleindiebstähle neu ein.
  • Besonders gewarnt wird vor Taschendiebstählen am Flughafen Genf und in Zügen.
  • Die Anpassung ist Teil einer umfassenden Überarbeitung der Reisehinweise für den Schengen-Raum.

Die Schweiz gilt für Grossbritannien nicht mehr uneingeschränkt als besonders sicheres Reiseziel. In den aktualisierten Reiseinformationen warnt das britische Aussenministerium vor Diebstählen im öffentlichen Raum. Besonders genannt werden der Flughafen Genf sowie Zugverbindungen, die von oder in die Westschweiz führen. Reisenden wird empfohlen, Gepäck und persönliche Gegenstände jederzeit im Blick zu behalten. Zuerst berichtet hatte SRF

Zwar bleibt die Schweiz laut London ein Land mit niedriger Gewaltkriminalität. Dennoch hätten sich die Meldungen zu Kleindelikten zuletzt gehäuft, was eine Anpassung der Risikoeinschätzung notwendig gemacht habe.

Die Schweiz ist mit dieser Einschätzung nicht allein. Auch andere europäische Länder wie Deutschland, Italien oder Portugal wurden in der jüngsten Überarbeitung der britischen Reisehinweise neu bewertet. Die Massnahme ist Teil einer umfassenden Aktualisierung für den gesamten Schengen-Raum.

Teil einer grösseren Neubewertung

Hintergrund sind unter anderem veränderte Reisebedingungen seit dem Brexit sowie eine generelle Neubewertung von Risiken im internationalen Reiseverkehr. Zusätzlich weist Grossbritannien auf eine global angespannte Sicherheitslage hin und ruft Reisende generell zu erhöhter Aufmerksamkeit auf.

Neben Eigentumsdelikten spricht das britische Aussenministerium auch andere Punkte an. So wird auf strenge Strafen bei Drogendelikten hingewiesen. Schweizer Flughäfen verfügten über moderne Kontrollsysteme, mit denen Verstösse rasch erkannt würden.

Auch Bergunfälle finden Erwähnung: In der Vergangenheit seien britische Staatsangehörige in den Alpen verunglückt oder ums Leben gekommen. Reisende werden angehalten, Touren sorgfältig zu planen und Risiken realistisch einzuschätzen.

Schliesslich macht London auf kantonale Besonderheiten aufmerksam, darunter das geltende Verhüllungsverbot in Teilen der Schweiz.