EnergieIEA erwartet Rekordnachfrage nach Kohle in diesem Jahr
SDA
17.12.2025 - 07:23
Die Nachfrage nach Kohle ist trotz der Anstrengungen bei den erneuerbaren Energien auch 2025 gestiegen. (Symbolbild)
Keystone
Die weltweite Kohlenachfrage dürfte dieses Jahr nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) erneut ein Rekordhoch erreichen.
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17.12.2025, 07:23
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ie Fachleute gehen davon aus, dass der Verbrauch um 0,5 Prozent auf 8,85 Milliarden Tonnen Kohle steigt, wie sie in ihrem heute erschienenen Kohle-Jahresbericht schreiben.
Der örtliche Verbrauch entsprach dabei in diesem Jahr nicht immer den bisherigen Trends. Während der Kohleverbrauch in den USA in den vergangenen Jahren zurückgegangen war, dürfte die Nachfrage in diesem Jahr um acht Prozent steigen. Grund dafür sind laut IEA höhere Preise für Erdgas sowie eine durch die Regierung unterstützte verlangsamte Stilllegung von Kohlekraftwerken.
In der Europäischen Union ging die Kohlenachfrage deutlich weniger stark zurück als in den letzten zwei Jahren, weil Wind- und Wasserkraft in der ersten Jahreshälfte weniger Energie lieferten und so auf Kohle zurückgegriffen wurde. Und Indien, das normalerweise dazu beiträgt, dass die globale Kohlenachfrage steigt, dürfte in diesem Jahr weniger Energie aus Kohle gewonnen haben. Denn wegen der frühen und heftigen Monsun-Saison sei die Stromnachfrage geringer gewesen und Wasserkraftwerke hätten mehr produziert.
Ein Ausblick auf die Entwicklung der Kohlenachfrage bis 2030 ist der IEA zufolge mit zahlreichen Unwägbarkeiten verbunden, vor allem in China, das mehr Kohle verbraucht als der Rest der Welt zusammen. Die Nachfrage in der Volksrepublik dürfte mit dem raschen Ausbau von Erneuerbaren bis 2030 leicht absacken. In Indien hingegen erwarten die Expertinnen und Experten der in Paris ansässigen Organisation den grössten Zuwachs beim Kohleverbrauch.
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
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