VersicherungImmobilienkäufer zahlen weniger überhöhte Preise für Eigenheime
ls
9.10.2024 - 08:15
Die Zeiten, als Immobilienbesitzer bei einem Verkauf deutlich überhöhte Preise verlangen konnten, sind vorbei. Dadurch verlängert sich die Verkaufsdauer. (Symbolbild)
Keystone
Die Zeiten, als Immobilienbesitzer bei einem Verkauf deutlich überhöhte Preise verlangen konnten, sind vorbei. Dadurch verlängert sich die Verkaufsdauer.
Keystone-SDA, ls
09.10.2024, 08:15
SDA
Immer weniger Immobilieninteressenten sind bereit, zusätzliches Eigenkapital in ein Objekt zu investieren, das über dem Marktwert liegt. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Auswertung von Helvetia und Moneypark hervor. Die Versicherung und der Immobilienspezialist haben dafür über 7000 Immobilienfinanzierungen der Jahre 2021 bis 2024 untersucht.
Aktuell wird laut der Analyse noch jede fünfte Immobilie über dem Marktwert verkauft. Während der Pandemie wurde noch jedes vierte Haus zu einem überhöhtem Preis verkauft.
Die Überzahlung beträgt im Durchschnitt rund 7 Prozent des Schätzwertes. Bei einem Objekt mit einem Marktwert von einer Million Franken bedeutet dies einen Aufpreis von rund 70'000 Franken.
Lage entscheidend
Weil sich die Käufer inzwischen vermehrt zurückhalten, wird die Verkaufsdauer länger. Vor zwei Jahren dauerte es bis zum Deal gemäss Moneypark noch durchschnittlich fünf Monate. Heute sind es sieben. «Längst nicht mehr jede Liegenschaft geht weg wie ein warmes Weggli», kommentierte Moneypark-Chef Lukas Vogt.
Je nach Lage geht der Verkauf aber schneller. So wird an attraktiven Lagen jede vierte Liegenschaft innerhalb von rund drei Monaten verkauft. In weniger gefragten Lagen kann sich die Verkaufsdauer auf rund acht Monate verlängern.
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
In der Schweiz wird es vorderhand keine nationale Erbschaftssteuer zugunsten des Klimas geben. Die Juso-Volksinitiative «für eine Zukunft» ist gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) am Ständemehr gescheitert. Applaus gab es bei den Abstimmungssiegern aber auch bei den Verlierern, der Juso. «Wir haben es geschafft, über ein Jahr über unsere grössten Krisen zu sprechen», so die Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann.
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STORY: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich überraschend wieder verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im November um 0,3 auf 88,1 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Ökonomen hatten hingegen mit einem Mini-Anstieg auf 88,5 Zähler gerechnet. «Die Unternehmen haben doch länger erwartet, dass im kommenden Jahr durch das viele Geld, das die Politik sich leiht und unter die Leute bringt, dass da ein Aufschwung kommt, und man hat ausserdem erwartet, dass die neue Bundesregierung Reformen verabschiedet im Herbst über die Schulden hinaus. Und jetzt gibt es doch eine gewisse Skepsis, ob das was wird. Erstmal sieht man, dass nach den Plänen, die wir derzeit haben, das zusätzlich aufgenommene Geld teilweise gar nicht in zusätzliche Investitionen fliesst, sondern Haushaltslöcher stopft. Das ist nicht gut. Und die Reformen bleiben aus oder weisen sogar in die falsche Richtung, wenn wir etwa an die Rentenreform denken, die treibt ja die Kosten für künftige Bundeshaushalte in die Höhe. Das heisst, höhere Steuern, möglicherweise auch höhere Beitragssätze in der Rentenversicherung, und da sagt die Wirtschaft, das hilft uns nicht.» Mit Blick auf den Streit um die Rentenreform forderte Fuest die Beteiligten auf, noch mal nachzudenken. «Die Renten müssen dauerhaft langsamer steigen als die Löhne. Das gilt auch für die Pensionen, da haben wir ähnliche Probleme, und entsprechend sollte sich die Politik verhalten, aber derzeit weitet die Politik eher die Rentenleistung aus und sie steuert damit in die falsche Richtung. Deshalb haben wir eben gefordert, das gesamte Paket nochmal zurückzuziehen. Es soll ja eine Rentenkommission geben, die sollte man mal anhören und dann solide entscheiden.» Nach einem Schrumpfen im Frühjahr und einer Stagnation im Sommer dürfte die deutsche Wirtschaft im laufenden Schlussquartal 2025 nach Einschätzung der Bundesbank wieder leicht wachsen. Ein spürbares Anziehen der Konjunktur erwarten Fachleute aber erst für das kommende Jahr.
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