BauindustrieImplenia erhält Grossauftrag für Ausbau Bahnlinie Zürich-Winterthur
SDA
8.1.2026 - 07:34
Der grösste Schweizer Baukonzern arbeitet am Ausbau Bahnlinie Zürich-Winterthur mit. (Archivbild)
Keystone
Der Baukonzern Implenia hat einen Grossauftrag im Raum Zürich erhalten. Gemeinsam mit dem Partner Marti wird Implenia den Hauptteil des Ausbaus der Bahnlinie zwischen Zürich und Winterthur erstellen.
Keystone-SDA
08.01.2026, 07:34
SDA
Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus Implenia und Marti habe fünf von sechs Hauptlosen des Bahnprojekts «MehrSpur Zürich-Winterthur» gewonnen, teilte der Baukonzern am Mittwoch mit. Das Auftragsvolumen für Implenia allein beläuft sich dabei auf rund 830 Millionen Franken, insgesamt hat der Auftrag ein Volumen von knapp 1,7 Milliarden.
Die ARGE ist verantwortlich für die Erstellung des Brüttenertunnels sowie für die Abschnitte Winterthur, Dietlikon und Wallisellen. Die Zuschläge für die insgesamt fünf Lose sei gestaffelt über die vergangenen Monate erfolgt.
Brüttenertunnel als Kernstück
Mit dem Projekt «MehrSpur Zürich-Winterthur» planen der Bund und die SBB eine neue Doppelspurlinie durch den Brüttenertunnel sowie den Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss. Damit soll der heutige Kapazitätsengpass im Bahnnetz zwischen Zürich und Winterthur behoben werden.
Kernstück dieses Engpasses ist der rund 8,3 Kilometer lange Brüttenertunnel, der auch eine rund 1 Kilometer langen Abzweigung Richtung Flughafen Zürich umfasst. Der Start der Arbeiten zum Vortrieb des Tunnels ist für 2029 geplant. Die Bauzeit des gesamten Projekts beträgt rund zehn Jahre.
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump