KonjunkturIndustrie-KMU bleiben unter Druck – Kurzarbeit steigt
SDA
26.11.2025 - 09:29
Die Aussichten für KMU der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) sind weiter eingetrübt. (Symbolbild)
Keystone
Die kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) bleiben in einem schwierigem Fahrwasser. Laut dem neuen Swissmechanic-Wirtschaftsbarometer beurteilen drei von vier MEM-Betriebe ihre aktuelle Lage als ungünstig.
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26.11.2025, 09:29
26.11.2025, 09:44
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Hauptgründe sind die schwache Nachfrage, der anhaltend starke Franken sowie die seit dem Sommer wirksamen US-Zölle, teilte der Branchenverband am Mittwoch mit. Zwar bringe der inzwischen vereinbarte Zolldeal Entlastung, zum Zeitpunkt der Erhebung belasteten die hohen Abgaben jedoch noch voll.
Der sogenannte KMU-MEM-Geschäftsklimaindex von Swissmechanic lag im Oktober 2025 bei -37 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand seit Januar 2021. Es ist das zehnte Quartal mit negativem Vorzeichen in Folge.
Rund die Hälfte der Unternehmen meldet rückläufige Auftragseingänge und Umsätze. Lediglich jedes fünfte KMU berichtet von steigenden Aufträgen, und nur jedes siebte erzielt höhere Margen.
Fehlende Aufträge und Eigenmittel
Die Margenerosion hält damit bereits seit drei Jahren an, stellt Swissmechanic fest. Sie schränke zunehmend die Investitionsmöglichkeiten ein. Ein Viertel der Befragten müsse geplante Investitionen aufschieben, meist aufgrund fehlender Eigenmittel.
Eine Verlagerung der Produktion ins Ausland planten jedoch nur acht Prozent der Betriebe – vorwiegend in EU-Länder.
Für das vierte Quartal 2025 rechnen rund 40 Prozent der MEM-KMU mit weiteren Rückgängen bei Aufträgen, Umsatz und Margen. Und nur jedes vierte Unternehmen meldete eine gesicherte Produktion von mehr als zwölf Wochen. Auch die Kapazitätsauslastung bleibe unter dem langjährigen Durchschnitt.
Viel Kurzarbeit
Der Anteil der Unternehmen mit Kurzarbeit steigt entsprechend weiter: Aktuell nutzten 21 Prozent dieses Instrument, und bei über der Hälfte dieser Firmen betreffe es mehr als 40 Prozent der Belegschaft. Insgesamt verharre die Nutzung von Kurzarbeit im Jahresverlauf auf einem hohen Niveau.
Die Mehrheit der Unternehmen plant laut Swissmechanic keine Veränderung bei der Beschäftigung. Rund ein Viertel der Betriebe wolle Stellen abbauen.
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
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STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
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EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
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