Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon will im KI-Bereich schneller als ursprünglich geplant investieren. (Archivbild)
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Der Halbleiterhersteller Infineon profitiert vom KI-Boom. Im ersten Geschäftsquartal konnte der Dax-Konzern trotz eines ansonsten eher verhaltenen Marktumfelds Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern, wie das deutsche Unternehmen mitteilte.
Keystone-SDA
04.02.2026, 08:52
SDA
Die «sehr dynamische Nachfrage bei KI» habe Infineon Rückenwind gegeben, sagte Konzernchef Jochen Hanebeck. Er will nun schneller als ursprünglich geplant in diesen Bereich investieren.
Unter dem Strich verdiente Infineon im ersten Quartal seines Geschäftsjahres, das im Oktober startete, 256 Millionen Euro. Das waren 4 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Die Umsätze stiegen im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 3,66 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung wurde dabei aber nicht nur vom Bereich Power & Sensor Systems getrieben, sondern auch von einer Erholung im Automobilbereich, der grössten Sparte des Unternehmens.
Die Investitionen sollen als Reaktion auf die dynamische Nachfrage im KI-Bereich im laufenden Geschäftsjahr um rund eine halbe Milliarde höher ausfallen als ursprünglich geplant und bei 2,7 Milliarden Euro liegen. «Ein grosser Teil davon entfällt auf einen schnelleren Hochlauf unserer neuen Smart Power Fab in Dresden, die wir bereits im Sommer eröffnen – genau zum richtigen Zeitpunkt!», sagte Hanebeck.
Moderates Wachstum erwartet
Im laufenden Jahr erwartet Infineon moderat steigende Umsätze. Der wichtige Automobilbereich werde aber schwächer zulegen. Hier bremse eine verhaltene Nachfrage im Bereich Elektromobilität. Der Bereich Power & Sensor Systems, zu dem auch die Stromversorgung von Rechenzentren gehört, werde dagegen deutlich schneller als der Konzerndurchschnitt wachsen.
Die Prognose geht allerdings von einem Wechselkurs von 1,15 US-Dollar zum Euro aus. Das ist etwas weniger als zuletzt. Ein schwächerer Dollar belastet die Geschäfte von Infineon typischerweise. Das war auch im abgelaufenen Quartal der Fall.
Noch nicht in der Prognose enthalten ist Infineons jüngster Zukauf: Am Dienstagabend hatte der Konzern bekanntgegeben, für 570 Millionen Euro einen Teil des Sensorgeschäfts des Schweizer Technologiekonzerns AMS Osram zu übernehmen.
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