MärkteIran-Eskalation drückt Aktien nach unten und Ölpreis nach oben
SDA
19.3.2026 - 07:08
Nach Angriffen auf Anlagen der iranischen Gasindustrie am grössten Gasfeld der Welt drohte der Iran im Krieg mit Israel und den USA, seinerseits Gasfelder und Raffinerien in Golfstaaten zu attackieren. (Archivbild)
Keystone
Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg lassen die Aktienmärkte weiter absacken. Grund ist der weiter gestiegene Ölpreis.
Keystone-SDA
19.03.2026, 07:08
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Nach Angriffen auf Anlagen der iranischen Gasindustrie am grössten Gasfeld der Welt drohte der Iran im Krieg mit Israel und den USA, seinerseits Gasfelder und Raffinerien in Golfstaaten zu attackieren.
Katar hat denn auch bereits grosse Schäden an einer Flüssiggasanlage nach einem Angriff Irans gemeldet. Katar gehört zu den grössten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas.
Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent, der bereits am Vortag kontinuierlich nach oben geklettert war, befindet sich mittlerweile auf einem Niveau von rund 112 US-Dollar. Der diesjährige Spitzenwert zu Beginn der zweiten Kriegswoche lag bei knapp 120 Dollar.
Dass sich die Lage aktuell eher Richtung weiterer Eskalation statt Entspannung entwickelt, erhöht die Sorgen wegen der konjunkturellen Folgen des Kriegs.
US-Notenbank stellt Inflationsgefahr in den Vordergrund
Dahingehend äusserte sich auch die US-Notenbank im Anschluss an ihre Zinssitzung vom Vorabend. Wie erwartet beliess das Fed die Zinsen unverändert, Fed-Chef Jerome Powell betonte allerdings auf einer Pressekonferenz, dass höhere Energiepreise die Inflation kurzfristig in die Höhe treiben werden. Und sollte sich die Inflation nicht wie gewünscht abschwächen, gebe es auch keine Gründe für eine Zinssenkung.
Im vorbörslichen Handel der IG Bank verzeichnet der SMI im Vergleich zum Schlussstand vom Dienstag ein Minus von 1,4 Prozent und steht bei rund 12'590 Punkten. Am Vortag hatte nach einem gehaltenen Start beim SMI bereits ein Minus von 1,5 Prozent resultiert. Auf dem aktuellen Niveau befand sich der hiesige Leitindex zum letzten Mal im November 2025.
Am Devisenmarkt hatte der US-Dollar gegenüber dem Franken zuletzt Auftrieb erhalten, er notiert derzeit bei 0,7929 Franken. Unter Druck geraten sind hingegen auch die Edelmetalle. Für die Feinunze Gold wird derzeit rund 4830 US-Dollar verlangt, womit die Marke bei 5000 wieder deutlich unterschritten wird. Die Unze Silber steht bei 74,90 US-Dollar, unmittelbar vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs lag der Preis noch klar über 90 Dollar.
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
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