Hohe Bekanntheit Jeder neunte Schweizer investiert in Kryptowährungen

tp

4.2.2025 - 15:50

Probleme am Krypto-Handelsplatz Binance setzten den Bitcoin unter Druck. (Symbolbild)
Probleme am Krypto-Handelsplatz Binance setzten den Bitcoin unter Druck. (Symbolbild)
sda

Kryptowährungen wie der Bitcoin geniessen in der Schweiz hohe Bekanntheit. Laut einer Studie hat hierzulande jede neunte Person in Krypto-Vermögenswerte investiert. 

Keystone-SDA, tp

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  • Eine neue Studie der Postfinance und der Hochschule Luzern zeigt, jeder neunte Schweizer investiert in Kryptowährungen. 
  • Grosse Unterschiede sind bei den Geschlechtern zu erkennen. 26 Prozent der Männer investieren, bei Frauen sind es nur 9 Prozent.
  • Motive für das Investieren in Kryptowährungen sind Neugier und Interesse.

Rund 11 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz halten Kryptoanlagen, wie eine in der laufenden Woche publizierte Studie von Postfinance und der Hochschule Luzern zeigt. Weitere 6 Prozent haben in der Vergangenheit in Kryptowerte investiert und halten derzeit keine solchen Anlagen mehr. Die Studie beruht auf einer Umfrage vom Sommer 2024 bei etwas mehr als 3000 Personen.

Deutliche Unterschiede zeigen sich beim Interesse für Kryptoanlagen zwischen den Geschlechtern: 26 Prozent der Männer gaben in der Umfrage 26 Prozent an, Kryptoanlagen entweder aktuell zu halten oder in der Vergangenheit gehalten zu haben. Bei den Frauen waren es lediglich 9 Prozent. Am häufigsten gehalten werden Kryptwerte zudem von Vertretern der «Generation Y», also den 28- bis 43-jährigen Personen.

24 Prozent im Minus

Das wichtigste Motiv für den Kauf von Kryptowährungen sind Neugierde und Interesse an dieser neuen Anlageform – zumindest gaben das 71 Prozent der Befragten an. Allerdings erhoffte sich fast die Hälfte der Kryptoinvestoren auch eine gute Rendite. 20 Prozent war der Zugang zur Technologie und die Idee der Dezentralisierung wichtig. Nur wenige Befragte (4%) nutzten allerdings Kryptowährungen als Zahlungsmittel.

Keine Anlageberatung

Dieser Beitrag dient ausschliesslich der Information und stellt keine Finanzberatung dar. Die enthaltenen Analysen und Einschätzungen basieren auf gründlicher Recherche, ersetzen jedoch nicht die individuelle Beurteilung durch Fachleute. Die Entwicklung der Finanzmärkte wird von zahlreichen, teils unvorhersehbaren Faktoren beeinflusst. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte sind mit Risiken verbunden, einschliesslich eines möglichen Kapitalverlusts.

Trotz des starken Wertzuwachses des Bitcoin und weiterer Kryptowährungen über einen mehrjährigen Zeitraum haben nicht alle Investoren profitiert. Immerhin 24 Prozent der aktuellen und ehemaligen Investorinnen und Investoren gaben an, dass sie mit ihren Kryptoanlagen Verluste erlitten oder aktuell im Minus liegen.

Gewinne erzielt haben derweil 43 Prozent der Anlegerinnen und Anleger. Das verbleibende Drittel (32%) hat offenbar den Überblick über die teilweise hohen Kursschwankungen verloren und war sich in der Umfrage unsicher, ob sie mit ihren Kryptoanlagen in der Gewinn- oder der Verlustzone liegen.

Traditionelle Banken mit kleinem Marktanteil

Gekauft werden Bitcoin, Ethereum und die weiteren Kryptowährungen am häufigsten über Revolut (23 Prozent) und Swissquote (22 Prozent), wie es in der Studie weiter heisst. Aber auch die internationalen Kryptohändler Binance (19 Prozent) und Coinbase (15 Prozent) werden von Schweizerinnen und Schweizern für den Kryptohandel genutzt ebenso wie die Smartphone-Bank Yuh.

Noch eine eher geringere Bedeutung im Kryptohandel haben die traditionellen Finanzinstitute: So liegt der Marktanteil von Postfinance bei 9 Prozent und derjenige von «weiteren Banken» bei rund 10 Prozent. Die Post-Finanztochter und mehrere Kantonalbanken hatten 2023 und 2024 ihr Kundenangebot um den Handel mit Kryptowährungen erweitert.