TourismusJungfraubahnen mit Rekord bei Gästeaufkommen und neuen Finanzzielen
SDA
8.1.2026 - 07:42
Touristen geniessen die Aussicht und das schöne Wetter auf dem Jungfraujoch. (Archivbild)
Keystone
Die Jungfraubahn-Gruppe hat 2025 erneut über eine Million Gäste auf das Jungfraujoch befördert. Bei den Erlebnisbergen erzielte das Unternehmen einen neuen Gästerekord. Zudem präsentierte die Gruppe neue Mittelfristziele.
Keystone-SDA
08.01.2026, 07:42
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Insgesamt wurden wie bereits im Vorjahr 1,06 Millionen Gäste auf das Jungfraujoch transportiert. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,2 Prozent, wie das Bergbahnunternehmen am Donnerstag mitteilte. Dennoch handelt es sich um den dritthöchsten Wert der Unternehmensgeschichte. Lediglich im Rekordjahr 2018 sowie im Jahr 2024 lagen die Frequenzen noch etwas höher.
Gruppenreisen hätten wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreicht, heisst es. Dabei erholten sich die Gästezahlen aus China wieder. Gleichzeitig nahm die Zahl der Gäste aus den USA und aus Brasilien weiter zu. Aus Indien und Südostasien blieb die Nachfrage stabil.
Mehr Gäste als in jeder anderen Bergdestination der Schweiz
Bei den sogenannten Erlebnisbergen stieg die Gästezahl gegenüber dem Rekord aus dem Vorjahr um 3,9 Prozent auf 1,64 Millionen. Hinzu kamen 1,21 Millionen Ersteintritte in der Jungfrau Ski-Region, was einem Plus von 5,2 Prozent entspricht.
Insgesamt zählte die Jungfrau-Region im Jahr 2025 damit 3,91 Millionen Besucherinnen und Besucher. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr und laut Unternehmensangaben mehr als in jeder anderen Bergdestination der Schweiz.
Rekord-Auftakt in die Wintersaison
Auch in die Wintersaison 2025/26 startete das Unternehmen mit einem Rekord. Die Ersteintritte ("Skier Visits") legten bis Ende 2025 um 12 Prozent auf rund 244'000 zu. Die Jungfrau Ski Region ist ein Kooperationsprodukt, an dem die Jungfraubahn-Gruppe mit über 60 Prozent am Umsatz beteiligt ist.
Der Saisonstart war am 29. November 2025 mit durchgehendem Betrieb. Beim Vorverkauf des AlpsPasses wurden rund 34'000 Skipässe zum Vorzugspreis verkauft. Die Zahlen belegten die Attraktivität der AlpsPass-Gebiete.
«Ambitionierte» Finanzziele bis 2030
Gleichzeitig gab das Management vor dem Investorentag neue Mittelfristziele bis 2030 bekannt. So soll die EBITDA-Marge auf mindestens 45 Prozent steigen (bisher 43 Prozent). Zudem plant das Unternehmen eine Dividendenausschüttung mit einer Payout-Ratio von 50 bis 67 Prozent (bisher 40 bis 60 Prozent).
Die starke Bilanz und der hohe Cashflow schaffen laut Unternehmen auch den nötigen finanziellen Spielraum für geplante Investitionen. Zu den wichtigsten Zukunftsprojekten zählen die Erneuerung der Firstbahn sowie Ausbauvorhaben auf dem Jungfraujoch und am Eigergletscher.
Die Umsatz- und Gewinnzahlen für das Geschäftsjahr 2025 will die Jungfraubahn-Gruppe am 31. März 2026 veröffentlichen.
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
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