EinzelhandelKaffeehersteller Illy warnt vor Spekulation auf Rohstoffe
SDA
7.11.2025 - 14:52
Laut Illy-Chef Andrea Illy muss mehr auf regenerative Anbaumethoden gesetzt werden: Arbeiter ernten Kaffeekirschen auf einer Farm in Brasilien. (Archivbild)
Keystone
Der italienische Kaffeehersteller Illycaffè schlägt angesichts der stark gestiegenen Rohstoffpreise Alarm. Die Preise für Kaffeebohnen haben sich laut Firmenchef Andrea Illy im Vergleich zum historischen Durchschnitt verdreifacht.
Keystone-SDA
07.11.2025, 14:52
SDA
Der massive Preisanstieg von Kaffee sei eine Folge von Finanzspekulationen auf Lebensmittel auf Kosten von Landwirten und Verbraucher, sagte Unternehmenschef Andrea Illy laut der Mailänder Wirtschaftszeitung «Sole 24 Ore» (Freitagsausgabe). Illy sprach von einem globalen System, das von Instabilität, Klimakrisen und sozialen Spannungen geprägt sei.
Um darauf zu reagieren, brauche es ein neues Wirtschaftsmodell, das auf regenerativer Landwirtschaft und Resilienz beruhe. «Es geht nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um Wettbewerbsfähigkeit. Das Ziel ist ein Modell, das einen positiven Kreislauf schafft», betonte Illy.
Illycaffè setzt auf regenerative Anbaumethoden
Seit 2019 setzt Illycaffè auf regenerative Anbaumethoden, die laut Andrea Illy weniger Wasser verbrauchen, die Böden widerstandsfähiger gegen Dürre machen und die CO2-Emissionen verringern. «Das Ergebnis ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch qualitativ besserer Kaffee», sagte er.
Das Unternehmen setzte 2024 rund 630 Millionen Euro um – ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Illycaffè investiert derzeit stark in die Ausweitung seiner Produktionskapazitäten im Hauptquartier in Triest sowie in neue Projekte in den USA. Im Sommer 2025 erhielt das Unternehmen zusätzliche Kredite über 200 Millionen Euro, um seine Wachstumspläne zu finanzieren.
Das 1933 vom gebürtigen Ungarn Ferenc Illy (Francesco Illy) gegründete Familienunternehmen befindet sich zu 80 Prozent im Eigentum der Triester Unternehmerfamilie Illy, die restlichen Anteile hält der Investmentfonds Rhone Capital.
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