Markt und BörseKernrate der US-Inflation geht überraschend zurück
jb
15.1.2025 - 17:46
In den USA hat es eine Überraschung bei den Inflationszahlen gegeben. Die Kerninflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel fiel im Dezember 2024 etwas niedriger aus als erwartet. Dies trieb die Börsen am Donnerstag nach oben. (Archivbild)
Keystone
In den USA hat es eine Überraschung bei den Inflationszahlen gegeben. Die Kerninflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel fiel im Dezember 2024 etwas niedriger aus als erwartet.
Keystone-SDA, jb
15.01.2025, 17:46
SDA
Die Konsumentenpreise kletterten im Dezember um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nachdem sie im November noch um 3,3 Prozent zugelegt hatten, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einer unveränderten Rate gerechnet.
Insgesamt stiegen die Konsumentenpreise im Dezember zum Vorjahresmonat um 2,9 Prozent. Das ist eine Beschleunigung der Teuerung. Im November hatte die Inflationsrate bei 2,7 Prozent gelegen. Analysten hatten den Anstieg der Teuerung im Schnitt jedoch so erwartet.
Die Kernrate wird von der US-Notenbank Fed besonders beachtet. Sie gibt den allgemeinen Preistrend nach Meinung von Fachleuten besser wieder als die Gesamtinflationsrate.
Die US-Notenbank Fed strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Zuletzt hatte die Fed den Leitzins im Dezember um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Die nächste Zinsentscheidung steht Ende Januar auf dem Programm.
Die Inflationsdaten erfreuten die Anleger. Die Börsen setzten nach der Publikation zum Steigflug an. Der Franken legte zum US-Dollar nach den Daten deutlich zu.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
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